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Solingen: Abriss des Olbo-Geländes ab September

Solingen : Abriss des Olbo-Geländes ab September

Nach der Ankündigung für den Start der Wohnbebauung im Frühjahr 2015 auf der ehemaligen Olbo-Fläche in Ohligs geht die Verwaltung davon aus, dass in zwei Monaten die Abrissbagger ihre Arbeit aufnehmen.

Im September gehen die Abrissarbeiten auf dem alten Olbo-Gelände in Ohligs los. "Damit würde ein sichtbares Zeichen gesetzt", freut sich Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Einen genauen Starttermin für die Abrissarbeiten will die Gräfin von Thun und Hohenstein Veith noch bekanntgeben. Eine Genehmigung für den Abriss der Altgebäude liegt jedenfalls seit Januar 2013 vor. "Die Arbeiten sind ausgeschrieben, die Abbruchvorbereitungen sind getroffen", so Hoferichter.

Als "gutes Signal" für den Fortschritt beim Projekt O-Quartier bewertete der Stadtdirektor schon jüngst die Bekanntgabe von "plan 8"-Chef Gerd Fischer, im März kommenden Jahres mit dem Wohnungsbau auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik zu beginnen. Sieben Häuser werden im "Olbo-Park", so der Name der Wohnanlage, im Bereich Aachener Straße / Heiligenstock entstehen - in unmittelbarer Nähe zum Ohligser Marktplatz und angrenzend an das geplante Einkaufszentrum O-Quartier. Die Wohnungen haben 70 Quadratmeter Fläche (zwei Zimmer), für die Drei-Zimmer-Wohnungen sind 80 bis 100 Quadratmeter vorgesehen. Auf je 100 bis 125 Quadratmetern werden Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen. Zudem soll es sechs exklusive Penthouse-Wohnungen geben. 86 Wohnungen will Fischer insgesamt auf dem "Filetstück von Ohligs" bis Mitte/Ende 2016 bauen. Der Solinger Bauträger investiert dafür 20 Millionen Euro.

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Mit der Umsetzung des Einkaufszentrums (O-Quartier) sind die Investoren offenbar noch nicht so weit. "Es laufen Gespräche, ein aktueller Projektstand ist mir nicht bekannt", sagt der Stadtdirektor. Verwaltung, Politik und auch die Ohligser Bürger hätten jedoch die Erwartung, dass das Projekt auch hier Fahrt aufnimmt und dieser Teil der Bebauung zügig realisiert werde. Gerd Fischer geht jedenfalls davon aus, dass die Gräfin von Thun und Hohenstein Veith das Einkaufszentrum O-Quartier zeitgleich mit der Wohnbebauung oder aber zeitnah realisieren will.

Geschäfte, Restaurants und Arztpraxen sind im O-Quartier vorgesehen. Zusammen mit der Wohnbebauung könnte so die rund 2,2 Hektar große Fläche des ehemaligen Industriebetriebs Olbo in Ohligs erneuert werden. Städtebaulich gehört das O-Quartier zu den umstrittensten Projekten der vergangenen Jahrzehnte in Solingen. Während sich die Befürworter des Centers eine Aufwertung von Ohligs versprechen, monieren die Kritiker vor allem den Zuschnitt der Ladenlokale im O-Quartier. Sie befürchten eine Verödung der Düsseldorfer Straße.

"Erleichtert, dass langsam Bewegung in das Projekt kommt", ist jedenfalls Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU). "Mit dem Abriss verschwinden endlich ein optischer Schandfleck und auch ein Gefährdungspotenzial", sagt der Bezirksbürgermeister mit Blick auf einige Brände auf dem Olbo-Gelände.

Einzelhandel, Gastronomie, Büro- und Arztpraxen - für Marc Westkämper ist der Geschäfte-Mix im O-Quartier von großer Bedeutung: "Es müssen Geschäfte her, die unser Stadtteil noch nicht hat", fordert der Bezirksbürgermeister. Zumal Ohligs in den vergangenen Jahren kaum Leerstände zu verzeichnen hatte, mittlerweile aber einige große Einzelhandelsflächen freistehen. "Geschäftsleute und Hauseigentümer warten deshalb händeringend auf Signale des Investors", erklärt Westkämper.

(RP)