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Ab Freitag gelten in Solingen weitere Corona-Lockerungen

Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen konstant unter 35 : Neue Lockerungen zum Sommerstart

Pünktlich zu den steigenden Temperaturen hat die Corona-Inzidenz die Grenze von 35 dauerhaft unterschritten. Das hat Erleichterungen etwa bei Freibad-Besuchen zur Folge. Selbst Gartenpartys sind mit Test wieder möglich.

In den zurückliegenden Tagen ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen zwar wieder leicht angestiegen – doch weil die Zahlen insgesamt nach wie vor unter dem Grenzwert von 35 neuen positiven Tests je 100.000 Einwohner liegen, können sich Bürger und Geschäftsleute ab dem morgigen Freitag – und somit pünktlich vor dem ersten richtigen Sommerwochenende in diesem Jahr – auf weitere Erleichterungen in der Corona-Krise einstellen.

Das hat ein Stadtsprecher am Mittwoch bestätigt. „Es gelten die Ende Mai erlassenen Regelungen der Landesregierung“, sagte der Sprecher auf Nachfrage. Was unter anderem bedeutet, dass man sich fortan wieder zu Gartenpartys verabreden kann. Denn diese sind nun mit bis zu 100 Gästen möglich, wenn sich die Besucher vorher einem Test unterzogen haben. Bei Feiern in geschlossenen Räumen gilt die Obergrenze von 50 Leuten mit negativem Corona-Test.

Vergleichbares gilt zudem für das sommerliche Badevergnügen. So dürfen Freibäder ab Freitag spontan und ebenfalls ohne Testung aufgesucht werden, derweil im Hallenbad Vogelsang von nächster Woche an andere Neuerungen in Kraft treten. Denn ab Dienstag, 15. Juni, ist auch dort wieder Jedermann willkommen. „In den Nachmittagsstunden sowie samstags und sonntags können dann alle Badegäste – und nicht wie bislang nur Schüler – ihre Bahnen ziehen“, kündigte die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer, jetzt an.

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In der Gastronomie sind wiederum Stadt- und Landesinzidenz von Belang. Da beide Werte nunmehr an fünf Tagen hintereinander unter 35 liegen, ist ab Freitag in Solingen ein Kneipen- beziehungsweise Restaurantbesuch ohne Test erlaubt. Im Einzelhandel wiederum können die Verantwortlichen in größeren Läden etwas aufatmen. Für Geschäfte mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern sieht die Corona-Schutzverordnung nämlich vor, dass die noch geltenden Sonderregelungen wegfallen, sobald die Inzidenz in einer kreisfreien Stadt an fünf Werktagen den Wert von 35 nicht überschreitet.

Das ist in Solingen nunmehr der Fall. Wobei die zuständigen Beamten im Rathaus die Entwicklung in nach wie vor im Blick haben. Der Grund: Nachdem die Inzidenzen ab dem 30. Mai an acht Tagen in Folge nur eine Richtung, nämlich nach unten, gekannt und am Montag dieser Woche mit einem Wert von 23,3 sogar einen zwischenzeitlichen Tiefstand erreicht hatten, waren zuletzt wieder moderat steigende Zahlen feststellbar.

So ging die Sieben-Tage-Inzidenz von Dienstag auf Mittwoch von 28,9 auf 32,9 nach oben. Überbewerten will die Stadt dies indes nicht. Denn bis Mittwoch deuteten die Meldungen über neue Infektionen darauf hin, dass der Inzidenzwert zunächst einmal nicht wieder stärker ansteigt und damit die 35er-Grenze gehalten werden kann. Das ist nach Einschätzung der Verwaltung ungefähr dann der Fall, wenn in Solingen pro Tag nicht mehr als acht neue Corona-Fälle hinzukommen.

Allerdings gibt es für den Fall, dass die Zahlen tatsächlich wieder steigen, klare Regeln. Würde an drei hintereinander folgenden Tagen der Inzidenzwert von 35 überschritten werden, müssten am ersten Werktag danach die nun umzusetzenden Erleichterungen zurückgenommen werden.