A3-Zubringer: Bau-Ampeln regeln den Verkehr

Solingen/Langenfeld : Bau-Ampeln regeln Verkehr an A3-Zubringer

Die Stadt Langenfeld zieht eine positive Bilanz nach dem ersten Tag der neuen Großbaustelle in Wiescheid: Der Verkehr rund um die A 3-Zufahrt Solingen lief ohne größere Störungen. Die echte Bewährungsprobe kommt aber erst noch.

Viele Autofahrer hatten mit einem eher unguten Gefühl auf dieses Datum geblickt. Seit Montagmorgen laufen am Solinger Zubringer zur Autobahn A 3 einmal mehr umfangreiche Bauarbeiten. In den nächsten rund acht Wochen wollen die Städte Langenfeld und Solingen im Auftrag des Landesbetriebes Straßen.NRW die Fahrbahn der dortigen Bundesstraße 229 erneuern. Wobei der Premierentag aus Sicht der federführenden Stadtverwaltung Langenfeld keine größeren Schwierigkeiten bescherte.

Wie ein Sprecher der Stadt Langenfeld am Montagnachmittag auf Nachfrage mitteilte, blieben längere Staus zunächst aus. „Der Verkehr ist relativ flüssig gelaufen“, zog der Sprecher eine erste Bilanz. So sei schon zum Beginn der Maßnahme eine Baustellenampel zum Einsatz gekommen, die den Verkehr an der Baustelle einspurig regelte. Dabei seien zwar einige Wartezeiten entstanden, die sich nicht vermeiden ließen, hieß es vonseiten der Stadt Langenfeld. Doch ansonsten seien die Bauarbeiten durchaus gut angelaufen.

Ein gewohntes Bild: Staus in Wiescheid. Nach Angaben der Stadt Langenfeld hielten sich die Beeinträchtigungen am Montag allerdings in Grenzen. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Ziel der Baumaßnahme ist es, auf der Bundesstraße, die Wiescheid die Stadtgrenze von Solingen und Langenfeld bildet, einen neuen Belag aufzubringen, um auf diese Weise die Lärmbelästigung der Anwohner zu reduzieren. Dies war zwischen den beiden Rathäusern vereinbart worden, nachdem die Stadt Langenfeld zwischenzeitlich sogar überlegt hatte, die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

Eine aus Solinger Perspektive nicht hinnehmbare Einschränkung, die mit dem neuen Asphalt hinfällig wird. Gleichwohl steht die echte Bewährungsprobe an der Baustelle noch bevor. Denn an vier Wochenenden im Oktober kommt es auf der B 229 zwischen der Autobahnanschlussstelle Solingen sowie der Bahnbrücke in Landwehr jeweils zu Vollsperrungen einer Fahrtrichtung. Weswegen bereits im Vorfeld weiträumige Umleitungen ersonnen wurden, die mithelfen sollen, ein regelrechtes Verkehrschaos zu verhindern.

Die Umleitungen werden entweder über Leichlinger Stadtgebiet beziehungsweise über die Opladener Straße laufen, oder aber über die Haus-Gravener-Straße in Langenfeld. Die Baustelle selbst ist unterteilt in vier Abschnitte. Die Bereiche A und B umfassen jeweils eine Fahrbahn der B 229 zwischen der Einmündung Kapeller Weg und dem Sportpark Landwehr, die Abschnitte C und D liegen an der Straßengabelung an der Bahnbrücke in Landwehr.

Eine zusätzliche Maßnahme, um die Einschränkungen für die Pendler sowie anderen Autofahrer gering zu halten, ist die Beschränkung der Arbeitszeit. „Damit der Berufsverkehr nicht zu sehr beeinträchtigt wird, laufen die Arbeiten an den Wochentagen immer nur in den Zeiten von 9 Uhr vormittags bis nachmittags um 15 Uhr“, betonte nun noch einmal der Langenfelder Stadtsprecher, der parallel ergänzte, auch dies habe sich am ersten Tag der Baustelle bewährt.

Eine Einschätzung, die andere hingegen nicht teilten. So gab es am Montag vor allem in den sozialen Medien im Internet Kritik. Beispielsweise monierte ein Verkehrsteilnehmer, er habe am Vormittag zwischen Landwehr und der A 3-Zufahrt etwa eine halbe Stunde im Stau gestanden. Und ein weiterer Autofahrer beklagte sich am Mittag über die Wartezeit. „Das ist besonders ärgerlich, weil der Weg von Solingen zur Autobahn ja schon in Aufderhöhe dicht ist“, sagte der Mann unter Anspielung auf die seit dem Frühjahr 2019 laufende Großbaustelle am Höhscheider Weg. Eine zeitliche Entkoppelung beider Baustellen war nach Angaben der Stadt Solingen indes nicht möglich.

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