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Solingen: A3-Anschluss auf Überholspur

Solingen : A3-Anschluss auf Überholspur

Landesverkehrsminister Oliver Wittke (CDU) betonte bei einer IHK-Veranstaltung, dass die Anbindung der Viehbachtalstraße von Landwehr an die A3 am Autobahnkreuz Langenfeld höchste Priorität hat.

IHK-Präsident Friedhelm Sträter nahm Mittwochabend schon bei der Begrüßung von Landesverkehrsminister Oliver Wittke (CDU) kein Blatt vor den Mund: „Der Solinger braucht durchschnittlich zwölf Minuten von seinem Wohnort zur nächsten Autobahnanschlussstelle. Nirgendwo anders in Nordrhein-Westfalen braucht man so lange bis zur nächsten Autobahnauffahrt.“

Mit neuen Ideen

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Remscheid-Solingen stand ganz im Licht der Verkehrsinfrastruktur im Bergischen Land. Die IHK-Mitglieder erneuerten ihre Forderungen an die Politik, die Anbindung der drei bergischen Städte an das Straßen- und Gleisnetz erheblich zu verbessern. „Man kann keine ideologische Verkehrspolitik machen, man muss da pragmatisch und mit neuen Ideen rangehen“, sagte Wittke im IHK-Gebäude am Wuppertaler Heinrich-Kamp-Platz. Die Zeiten kostspieliger Großprojekte seien vorbei. Stattdessen würde man sich auf die Schließung verkehrlicher Lücken und die Sanierung der Wege konzentrieren. „In der Vergangenheit waren viele Naive unterwegs, die sagten, dass man Verkehr verhindern müsse“, machte Wittke deutlich. In einem Europa ohne Grenzen und einem Nordrhein-Westfalen als Transitland, durch das Güter und Personen nach ganz Europa fließen, müssten ideologische Beweggründe in den Hintergrund treten. Wittke: „In den nächsten zehn Jahren werden wir in Nordrhein-Westfalen einen 60-prozentigen Zuwachs des Güterverkehrs haben, wir steuern auf einen Verkehrskollaps zu.“

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Der Minister betonte, dass die Anbindung der Viehbachtalstraße von Landwehr an die A3 am Autobahnkreuz Langenfeld höchste Priorität habe. „Das Thema steht bei uns ganz oben auf der Tagesordnung. Zwar ist seinerzeit verhindert worden, dass dieses Projekt in den vordringlichen Bedarf kommt, doch haben wir es jetzt immerhin hinbekommen, dass wir diese Trasse planen dürfen und wollen auch eine Höherstufung forcieren“, betonte Oliver Wittke.

Derzeit wird das Vorhaben als „Weiterer Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan gelistet.

Wittke versprach zudem, sich für Solingens Hauptbahnhof als ICE-Haltepunkt weiter stark zu machen: „Ich stehe diesbezüglich voll auf der Seite von Solingens Oberbürgermeister Franz Haug, aber Solingen ist im Land nicht die einzige Stadt, die mit diesem Problem zu kämpfen hat“, so der Verkehrsminister. Denn auch in Städten wie Münster und Bielefeld hat die Bahn unlängst ihre ICE-Verbindungen ausgedünnt.

(RP)