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Solingen: A 3: Rezept gegen Stau an der Hardt

Solingen : A 3: Rezept gegen Stau an der Hardt

Ein neuer Fahrstreifen, zusätzliche Abbiegespuren und längere Grünphasen an den Ampeln – aus diesen drei Zutaten hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW sein Rezept gegen den werktäglichen Dauerstau an der Autobahn-Anschlussstelle Hardt (B 229) gemixt. Am Donnerstagabend stellte die Behörde den Entwurf im Langenfelder Bau- und Verkehrsausschuss vor. Ein Beschluss fiel in dem Gremium der Nachbarstadt, auf deren Gebiet die Ausbaufläche liegt, aber noch nicht. Sofern der Stadtrat dem allein aus Landesgeldern finanzierten Straßenumbau zustimmt, könnte im Jahr 2013 gebaut werden.

Ein neuer Fahrstreifen, zusätzliche Abbiegespuren und längere Grünphasen an den Ampeln — aus diesen drei Zutaten hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW sein Rezept gegen den werktäglichen Dauerstau an der Autobahn-Anschlussstelle Hardt (B 229) gemixt. Am Donnerstagabend stellte die Behörde den Entwurf im Langenfelder Bau- und Verkehrsausschuss vor. Ein Beschluss fiel in dem Gremium der Nachbarstadt, auf deren Gebiet die Ausbaufläche liegt, aber noch nicht. Sofern der Stadtrat dem allein aus Landesgeldern finanzierten Straßenumbau zustimmt, könnte im Jahr 2013 gebaut werden.

Die rot-grüne Landesregierung hatte den von CDU und FDP seit langem geforderten Solinger Autobahn-Anschluss über eine neue Straße (B 229n) auf absehbare Zeit verhindert. Zugleich bekam der Landesbetrieb den Auftrag, etwas gegen den täglichen Stau am A 3-Anschluss beziehungsweise gegen den daraus resultierenden Schleichverkehr der Solinger durch Wiescheid zu tun.

Der Entwurf für die aus Richtung Solingen kommenden Autofahrer sieht nacheinander folgende Neuerungen vor: Vor dem Kapeller Weg und Am Brüngersbroich wird jeweils eine zusätzliche Linksabbiegespur auf der Fahrbahn markiert. Danach kommt ein weiterer Fahrstreifen hinzu, so dass neben der Rechtsabbiegespur (zur A 3 Richtung Oberhausen) zwei Fahrstreifen unter die Autobahnbrücke führen, wo sich der Verkehr dann teilt: Geradeaus geht es nach Langenfeld, die rechte Spur führt zur A 3 Richtung Köln.

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Laut Straßen NRW sollen diese Veränderungen an der Solinger A 3-Auffahrt zu einer spürbaren Verbesserung des Verkehrsflusses auch auf der Straße Landwehr auf Solinger Stadtgebiet führen. Aber an Wochentagen wird diese Straße stündlich von durchschnittlich mehreren Hundert Lkw genutzt. Darum geht die Bewertung der jetzt in Langenfeld vorgestellten Ausbaupläne weiter auseinander. So erklärte die Stadtratsfraktion der FDP zwar gestern, die nun in Aussicht gestellte Lösung bedeute einen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Zustand. Gleichwohl ließen die Solinger Liberalen keinen Zweifel daran, dass sie weiterhin "eine große Lösung über die Haus Gravener Straße bevorzugen". Da diese Variante jedoch angesichts des Widerstandes in Langenfeld schon seit Längerem eher unwahrscheinlich erschien, blieb zuletzt allein noch die Alternative neue Straße (L 405n / B 229) oder der jetzt vorgestellte Ausbau der bestehenden Zufahrt. Zuletzt sprach sich CDU-Landtagsabgeordneter Arne Moritz noch einmal für die neue Straße aus. Diese ist aber aus Sicht seiner SPD-Kollegin Iris Preuß-Buchholz mit der Umbau der Anschlussstelle überflüssig. "Das ist eine schnelle, praktikable und bezahlbare Lösung", sagte sie.

(RP)