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Solingen: A 3-Auffahrten werden ab Mai umgebaut

Solingen : A 3-Auffahrten werden ab Mai umgebaut

Bis Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Die CDU hält weiter an der B 229n fest.

Start ist am 5. Mai mit den Ausbauarbeiten an der Anschlussstelle Solingen zur A 3, und läuft alles nach Plan, ist eine zusätzliche Fahrspur bis Mitte Dezember realisiert. Die soll die täglichen Staus vergessen machen. "Wir bauen auf einer Länge von 650 Metern innerhalb der bestehenden Grenzen um. Es ist genügend Platz für eine zusätzliche Fahrspur", sagte Projektleiter Dietmar Giesen von Straßen NRW in der Sitzung des Planungsausschusses. Eine neue, intelligente Ampelanlage werde zudem installiert.

Auf der zusätzlichen Fahrspur könnten Solinger Autofahrer direkt durch in Richtung Langenfeld fahren, ohne die Autobahnauffahrten zu nutzen. Geht es rechts ab nach Oberhausen, bleiben im weiteren Verlauf zwei Fahrspuren — eine auf die A 3 in Richtung Köln, die andere geradeaus nach Langenfeld. "Das alles funktioniert aber nur, wenn die A 3 nicht zugestaut ist", sagte Giesen. Grundsätzlich geht er aber davon aus, dass die vorgelegten und nun bald umgesetzten Planungen zur Verbesserung der Anschlussstelle gut funktionieren werden. "Eine ähnliche Situation hatten wir in Erkrath an der A 46. Dort ist nach dem Umbau eine wesentliche Verbesserung eingetreten", so Giesen.

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Es wird aber nicht nur in den Straßenausbau investiert, auch einige Kanalbauarbeiten sind vorgesehen: Abwasser- und Regenkanäle werden erneuert, ebenso Strom- und Gasleitungen. Überdies werden vier Ampeln angelegt, die verkehrssteuernd arbeiten. "Wir setzen eine hohe Bauqualität um", sagte der Projektleiter, der die insgesamt siebeneinhalb Monate Bauzeit aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Gewerke als "super kurz" bezeichnete. Die veranschlagten Kosten für die Baumaßnahme liegen bei 2,5 Millionen Euro.

In vier Bauabschnitten wird vorgegangen. Nach der Einrichtung der Baustelle wird voraussichtlich ab Mitte Mai, wenn die zweite Bauphase beginnt, die Anschlussstelle A 3 komplett für rund drei Monate gesperrt. In den Bauabschnitten drei und vier wird die Komplettsperrung wieder aufgehoben. Umleitungen zur A 542 werden eingerichtet, sowohl für die Autofahrer, die nach Köln beziehungsweise Oberhausen wollen. Unter anderem auch über Leichlingen. Während der gesamten Bauphase wird der Feldhauser Weg gesperrt, um den Verkehr zur A 3 so optimal wie möglich abzuwickeln. Auf der gegenüberliegenden Seite werden abwechselnd die Straße Am Brüngersbroich und der Kapeller Weg gesperrt, somit entfallen auch die Signalanlagen an den jeweiligen Einmündungen und der Verkehrsfluss kann während der Bauphasen verstetigt werden.

Auch die Ampeln an den beiden Auffahrten zur A 3 entfallen, da nur aus Richtung Solingen aufgefahren werden kann — jedenfalls zu den Zeiten, in denen die Anschlussstelle nicht komplett gesperrt ist. Die Abfahrt Solingen auf der A 3 ist während der gesamten Bauphase gesperrt — der Verkehr wird hier bereits auf der A 3 auf die A 542 zur Abfahrt Immigrath geleitet.

CDU-Kreisvorsitzender Arne Moritz hofft, "dass der Verkehr durch die Baustelle funktioniert, aber der Verkehr kollabiert ja auch schon ohne Baustelle, sogar samstags und sonntags".

Der Landtagsabgeordnete sieht in den jetzt anstehenden Bauarbeiten an den Autobahnauffahrten zunächst nur ein Provisorium. "Wir werden dann schauen, ob es funktioniert", sagte Moritz. Er glaubt daran gleichwohl nicht. "Für uns ist es deshalb wichtig, dass die B 229n weiter im Bundesverkehrswegeplan auftaucht."

(RP)