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Solingen: 45.000 Euro für Pflege des Brückenparks

Solingen : 45.000 Euro für Pflege des Brückenparks

Seit seiner Eröffnung im vorigen Jahr hat es im Brückenpark Müngsten einen wahren Besucheransturm gegeben. Das zeigt, dass der Bedarf an Naherholungsgebieten da ist und die Entscheidung für das Projekt richtig war.

Doch die hohen Besucherzahlen haben auch negative Auswirkungen. So sind etwa die neuen Drahtseil-Absperrungen, die in erster Linie Kinder schützen sollen, die im Uferbereich auf den Wiesen herumtollen, erneut teilweise zerstört worden.

Das berichtet Elsa Böhm, die seit vielen Jahren ihren Kiosk im Park betreibt und eifrige Beobachterin des Geschehens ist. Kritisch sieht sie auch die Toilettenfrage. Nach ihrer Erfahrung nutzen viele Besucher den Wald statt der am Beginn des Brückenparks aufgestellten Toilettenanlage. Und im Wald entledigen sich auch viele ihres Mülls. "Ich hebe so oft was auf und habe auch vom Förster gehört, dass er weggeworfenen Müll aufsammelt", erzählt Arno Haarer, Betriebsleiter der Schwebefähre.

Insgesamt hat das starke Besucheraufkommen die Kosten für die Pflege des Geländes enorm in die Höhe getrieben. 15.000 Euro hat Solingen gerade der Regionale-Partnerstadt Remscheid für das Jahr 2006 überwiesen (die Kosten für die Pflege des Brückenparks werden laut Kooperationsvertrag von Solingen, Remscheid und Wuppertal getragen). "Für das laufende Jahr waren im Haushalt erneut 15.000 Euro eingeplant. Doch die reichen nicht aus. Nun hat die Stadt weitere 15.000 bereitgestellt", erklärt Markus Lütke Lordemann von der Stadtentwicklung.

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Der Park werde intensiv genutzt. "Da steigen natürlich auch die Kosten, etwa für die Müllentsorgung", erklärt er. Des weiteren müssten Wege, Plätze und Bauwerke wie die neue Buswartehalle kontrolliert werden. Auch die Wartung der Lampen koste Geld. Den Großteil mache jedoch das aus, womit die Lebenshilfe beauftragt worden sei: Rasen mähen, kehren, pflanzen und vieles mehr. Und dann sei da noch die Beseitigung von Vandalismusschäden. "Schön, dass der Park so beliebt ist. Aber das bedeutet auch, das wir hiermit mehr Probleme haben", bedauert er.

(RP)