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Solingen: 361,7 Millionen Euro Umsatz mit Immobilien in Solingen

Solingen : 361,7 Millionen Euro Umsatz mit Immobilien in Solingen

Die Stadt legt den Grundstücksmarktbericht 2015 vor - die Preise für Häuser und Wohnungen sind im vorigen Jahr weiter gestiegen.

Die Preise für Grundstücke halten sich in Solingen mit Ausnahme guter Lagen in Ohligs/Aufderhöhe und Gräfrath seit zehn Jahren auf demselben Niveau. Die Preise für Häuser und Wohnungen dagegen sind nach einem deutlichen Anstieg 2013 auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen.

Das ist eine der Kernaussagen des 90 Seiten umfassenden Grundstücksmarktberichts 2015, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Solingen unter Vorsitz von Joachim Schmeck jetzt herausgegeben hat. Vergangenes Jahr wurden insgesamt 1747 Kaufverträge für Immobilien mit einem Umsatz von insgesamt 361,7 Millionen Euro abgeschlossen. Das bedeutet eine Zunahme von rund 27 Prozent bei der Anzahl und von sieben Prozent beim Umsatz.

Die Anzahl der verkauften Grundstücke für individuellen Wohnungsbau hat sich 2014 im Vergleich zu 2013 fast verdoppelt. Die durchschnittlichen Kaufpreise für neue Reihen- und Doppelhäuser liegen über dem Niveau des Vorjahres bei etwa 280 000 Euro. Auch die Preise für gebrauchte Immobilien sind gestiegen. Bei den neuen und jüngeren Eigentumswohnungen zogen die Preise leicht an. Der durchschnittliche Preis von rund 2430 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Neubauwohnungen lag etwa 2,5 Prozent über dem Niveau von 2013.

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Der Gutachterausschuss hat darüber hinaus auch die Entwicklung der Ladenmieten unter die Lupe genommen. Für eine Geschäftsfläche von 60 bis 120 Quadratmetern in 1a-Lage sind in der Innenstadt Mieten zwischen 25 und 36 Euro je Quadratmeter zu bezahlen, über 120 Quadratmeter werden Preise von 17 bis 29 Euro verlangt. 1b-Lagen sind in der City deutlich preiswerter, hier wird eine Miete je Quadratmeter von acht bis 13 Euro (60 bis 120 Quadratmeter) beziehungsweise fünf bis acht Euro (über 120 Quadratmeter) verlangt.

Im Nebenzentrum Ohligs liegen die Mietpreise für Einzelhandelsflächen in der 1a-Lage zwischen zwölf bis 26 Euro beziehungsweise sieben bis 14 Euro. In weniger guten Lagen von Ohligs können Mietpreise von sieben bis neun Euro, bei größeren Flächen über 120 Quadratmeter von fünf bis acht Euro erzielt werden. In Wald, berichtet der Gutachterausschuss, war eine Abhängigkeit der Mieten zwischen der 1a und 1b-Geschäftslage nicht signifikant erkennbar. Hier liegen die Nettokaltmieten für Ladenflächen zwischen acht und elf Euro (60 bis 120 Quadratmeter) beziehungsweise drei bis acht Euro (über 120 Quadratmeter).

Ermittelt wurden zudem Durchschnittswerte für die Anmietung von Büro- und Praxisflächen. Die liegen bei einem einfachen und mittleren Nutzungswert bei fünf Euro je Quadratmeter, im Bereich guter bis gehobener Nutzungswert sind rund acht Euro erzielbar. Deutlich geringer fallen die Preise für die Anmietung von Produktionshallen aus. Bei einer Größe von rund 800 Quadratmetern ist ein Durchschnittswert von 3,50 Euro Kaltmiete je Quadratmeter erzielbar.

Der Grundstücksmarktbericht mit detaillierten Angaben über Preisentwicklung, Tendenzen und Umsätze ist für 52 Euro (Druckausgabe) bzw. 39 Euro (Download als Datei) zu haben.

(uwv)