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28 neue Polizisten sind in Solingen im Dienst

Nachwuchs bei der Polizei : Neue Polizisten treten zum Dienst an

Die Polizei Solingen hat Zuwachs bekommen: Seit Montag verrichten 28 neue Kollegen ihren Dienst.

Für die Verantwortlichen der Polizei in der Klingenstadt war es wie immer ein ausgesprochen erfreulicher Anlass. Am Montag hat der Leiter der Solinger Inspektion, Robert Hall, insgesamt 28 neue Kolleginnen und Kollegen zum Dienst begrüßt. Und tatsächlich stellen diese jungen Beamten, im Polizeijargon ironisch-liebevoll „Frischlinge“ genannt, eine echte, auch numerische Verstärkung dar. Denn im Gegensatz zum Vorjahr, als noch mehr alte Beamten den Dienst quittierten, als junge Nachwuchskräfte dazu kamen, fällt der Saldo für die Solinger Polizei 2018 wirklich einmal positiv aus.

So stehen den Neuen, von denen 24 direkt von der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung kommen, in diesem Jahr lediglich 22 Abgänge gegenüber, was wiederum zur Folge hat, dass die Zahl der aktiven Ordnungshüter in der Klingenstadt bei immerhin 124 Beamten liegt. Allerdings kann von einer Entwarnung in Sachen Personal keine Rede sein. Der Grund: Von allen Polizisten befinden sich auch in Zukunft lediglich 75 Kollegen im Streifendienst, werden also dort zugegen sein, wo Polizeiarbeit am dringlichsten benötigt wird. Und dazu kommt, dass in den Folgejahren weitere altgediente Polizisten in den Ruhestand gehen werden.

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Entsprechend zurückhaltend bewerten Polizei-Insider den jetzt erfolgten Zuwachs. Beispielsweise sei es mit der nunmehr erreichten Personalstärke nach wie vor ein Ding der Unmöglichkeit, den Berg an Überstunden, den die Kollegen seit Jahr und Tag vor sich herschieben, abzubauen. Darüber hinaus, so ein erfahrener Beamter, stiegen aber auch die Anforderungen an die Kollegen. Egal ob es sich um Zeitgenossen handelt, die ohne jeden Grund bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen die Nerven verlieren, oder Betrunkene, die bei Partys ausflippen und auf die Kollegen losgehen: „Die Aggressivität nimmt immer weiter zu“, schilderte der Polizist aus dem Alltag.

Ein Alltag, auf den die neuen Solinger Nachwuchskräfte im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung – so gut es geht – vorbereitet wurden. Neben theoretischen Bestandteilen stand unter anderem immer wieder eine an der Praxis orientierte Arbeit vor Ort im Zentrum – wobei dieser Bestandteil des dualen Fachhochschulstudiums auf dem polizeilichen Stundenplan den größten Teil einnahm.

Weit mehr Erfahrung als die echten „Frischlinge“ haben hingegen jene insgesamt vier Beamte, die seit dieser Woche ebenfalls neu in der Klingenstadt sind, jedoch schon reichlich Routine in ihrem Job gesammelt haben dürften. Diese Polizisten sind nämlich nunmehr aus der Bereitschaftspolizei zum „normalen“ Dienst nach Solingen gewechselt.