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Solingen: 13 neue Azubis für die Stadt

Solingen : 13 neue Azubis für die Stadt

Zum Ausbildungsbeginn am 15. August starteten acht junge Männer und fünf Frauenim Konzern Stadt ihre Lehre. Ein Jahr lang gehört Zeitunglesen für die Auszubildenden dazu.

In seinem Leben hat man immer mal wieder einen ersten Tag, ob in der Schule oder im Berufsleben. Gestern früh waren 13 junge Männer und Frauen in dieser nicht immer einfachen Situation, das erste Mal bei der Stadt Solingen auf der Matte stehen zu müssen. Ausbildungsbeginn hieß es für fünf Frauen und acht Männer. Begrüßt wurden sie von Oberbürgermeister Norbert Feith, der sich noch gut dran erinnern konnte, als er das erste Mal Arbeitsluft geschnuppert hatte.

Dass es aber gestern überhaupt zur Begrüßung von Auszubildenden kam, ist nicht selbstverständlich. Denn Städte, die wie Solingen unter der Finanzaufsicht der Bezirksregierung stehen, dürfen derzeit nur mit Ausnahmegenehmigungen ausbilden. Wuppertal hat erst vor wenigen Tagen das Okay dazu erhalten, Remscheid dagegen darf bislang immer noch keine neuen Lehrlinge einstellen.

Solingen hatte die Erlaubnis bereits im Januar dieses Jahres bekommen, als Zeichen dafür, dass die Bezirksregierung mit den Sparanstrengungen der Stadt zufrieden ist. Die Stadt leistet dazu aber auch einen Eigenanteil, indem ein Teil des Lehrgeldes für die Auszubildenden aus dem nicht ausgeschöpften Topf für Beförderungen bestritten wird. Da konnte der Regierungspräsident kaum Nein sagen, und so konnten gestern die 13 Neuen ihren Dienst anfangen. Sie alle kommen entweder aus Solingen selbst oder der näheren Umgebung. Das Berufsspektrum, das die neuen Azubis abdecken, ist weit gestreut: von Verwaltungskräften bis zum Forstwirt.

Auch das Zeitunglesen wird für die jungen Leute zu ihrem Ausbildungsalltag gehören. "Mir ist es wichtig, dass Sie sich informieren, dass Sie wissen, was in dieser Stadt passiert", sprach Oberbürgermeister Feith den Nachwuchs gestern direkt an. Und so setzte er sich dafür ein, dass die Stadt an den Leseförderungsprojekten für Auszubildende der beiden Tageszeitungen vor Ort teilnimmt. Abwechselnd jeweils ein halbes Jahr lesen die 13 Frauen und Männer das Solinger Tageblatt und die Solinger Morgenpost.

2004 hat die Rheinische Post/Solinger Morgenpost das Projekt "News to use" entwickelt, an dem sich im Laufe der Jahre schon viele Firmen beteiligt haben. Mit gutem Erfolg, der sich oft auch in den Abschlussnoten bemerkbar gemacht hat. Mit dem Projekt "News to Use" sollen Auszubildende Lesekompetenz vermittelt bekommen und ihr Allgemeinwissen stärken. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Die Projektdauer ist ab mindestens sechs Monaten frei wählbar.

Info Wolfram Klerx, Telefon 0211/505 29 73, wolfram.klerx@rheinische-post.de

(RP)