Solingen: 13 Autos mutwillig in der Nacht zerkratzt

Solingen : 13 Autos mutwillig in der Nacht zerkratzt

Bereits zum dritten Mal wurden im Bereich Altenhofer und Brüderstraße in Wald geparkte Fahrzeuge beschädigt. Einen Zusammenhang der Sachbeschädigungen schließt die Polizei nicht aus - und ist nun auf Zeugenhinweise angewiesen.

Wieder haben Randalierer reihenweise Autos zerkratzt. In der Nacht zu Montag beschädigten unbekannte Täter mutwillig 13 Fahrzeuge, die in Wald im Bereich Brüderstraße und Altenhofer Straße geparkt waren. Mindestens 7000 Euro Schaden entstand, teilte die Polizei im gestrigen Bericht mit.

Von den Tätern fehlt offensichtlich noch jede Spur. "Zur Aufklärung sind wir dringend auf Zeugenhinweise angewiesen", sagt Polizeisprecherin Claudia Otto. Den Beamten des zuständigen Kriminalkommissariats 33 könnte sich dadurch ein entscheidender Ermittlungsansatz bieten. Denn angesichts des Ausmaßes der Sachbeschädigungen an gleich 13 Autos, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Anwohner die Tat beobachtet haben oder Angaben zu den noch unbekannten Tätern machen können.

Vor zweieinhalb Wochen erst sind im Bereich Altenhofer Straße schon einmal 23 Fahrzeuge zerkratzt worden. Und Mitte Februar waren ebenfalls in der Nacht Autos von unbekannten Tätern mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt worden. Besonderheit: Betroffen waren 13 Fahrzeuge, die auf der Brüderstraße und auf der Altenhofer Straße parkten, zudem ein auf der Sternstraße abgestelltes Auto.

Die Kripo schließt nicht aus, dass die Taten in einem Zusammenhang stehen. "Wir beziehen das in unsere Ermittlungen mit ein", sagt Polizeisprecherin Claudia Otto.

Bei Kratzern am Lack oder abgetretenen Außenspiegeln führen die Ermittlungen der Polizei meistens zu Personengruppen - nicht selten Jugendliche - die alkoholisiert nachts auf dem Heimweg ihre Aggressionen abreagiert hatten.

Ein Einzeltäter, betont die Polizeisprecherin, sei aber ebenfalls nicht auszuschließen. So wie in Gräfrath im vergangenen Jahr. Nachdem auf der Lützowstraße mindestens 25 Autos in der Nacht zerkratzt worden waren, gelang es der Polizei, den mutmaßlichen Täter zu fassen -und zwar nach einem Zeugenhinweis.

Besonders frustrierend für betroffene Autobesitzer: In vielen Fällen müssen sie selber für die Reparaturkosten an ihrem beschädigten Fahrzeug aufkommen. "In solchen Fällen gilt der Grundsatz der mutwilligen Zerstörung", erklärt Karl-Heinz Krug. Laut des 1. Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute Bezirksverband Bergisch Land könne es auch bei einer Vollkasko-Versicherung unter Berücksichtigung einer Selbstbeteiligung dazu kommen, dass die Entschädigung der Versicherung niedriger sei, als die Differenz der Heraufstufung im Folgejahr.

In den meisten Fällen gilt: Für den Fahrzeughalter ist es besser, den Schaden selber zu bezahlen. Neben dem Sach- folgt also gleich der finanzielle Schaden. Eine Erstattung der Reparaturkosten hinge laut Karl-Heinz Krug jedoch von der individuellen Vertragsform ab. Der Versicherungsexperte rät in jedem Fall dazu, zunächst das vertrauensvolle Gespräch mit dem Vermittler zu suchen, bevor Auto-Besitzer den Schaden reparieren lassen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0202/284-0 entgegen.

(OTS)
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