Rommerskirchen: Zehn Jahre Partnerschaft

Rommerskirchen : Zehn Jahre Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen Rommerskirchen und Mouilleron le Captif wird 2012 zehn Jahre alt. Die Vorbereitungen für das Jubiläum sind beim Partnerschaftskomitee um Ursula Loux-Schorsch längst angelaufen.

Rund um den Tag der Deutschen Einheit haben Politiker und andere Vertreter der Gemeinde in Brandenburg den 20. Jahrestag der Partnerschaft mit Karstädt gefeiert. 2012 wird sich zum zehnten Mal die Besiegelung der "Jumelage" mit Mouilleron le Captif jähren, die 2002 Bürgermeister Albert Glöckner und sein französischer Kollege Philippe Darniche besiegelt hatten.

Ursula Loux-Schorsch und ihre Mitstreiter vom Rommerskirchener Partnerschaftskomitee werden dieses Ereignis nicht ungewürdigt lassen: Die Planung für das "kleine" Jubiläum stehen in den Grundzügen bereits fest. Gefeiert wird 2012 zunächst in Rommerskirchen: "2013 jährt sich die ,Gegenunterzeichnung' in Mouilleron le Captif und dann sind die Franzosen an der Reihe", erzählt die Vorsitzende.

Am Himmelfahrtswochenende kommenden Jahres werden rund 50 Gäste aus Frankreich an den Gillbach reisen. Neben Philippe Darniche, der auch Senator in Paris ist, wird die Reisegruppe Jean Turcaud vom französischen Partnerschaftskomitee anführen. Anders als 2004 soll die Gruppe überschaubarer sein. "Mehr Besucher wären unpraktikabel, da wir mit den Gastgebern schon auf gut 150 Leute kämen", sagt Ursula Loux-Schorsch.

Neben Besichtigungen in Köln und einem Boule-Turnier steht eine heilige Messe in Nettesheim ebenso auf dem Programm wie ein Bunter Abend in der Ansteler Schützenhalle. Nicht nur das Partnerschaftskomitee wird sich kommende Wochen bei seiner Jahreshauptversammlung mit dem Jubiläum beschäftigen: Auch im Rat soll das Thema am 8. Dezember eine Rolle spielen. Die SPD-Fraktion will nach den Worten ihres Vorsitzenden Martin Mertens "auf Anregung aus dem Komitee" das Gespräch mit den anderen Fraktionen suchen.

Nach knapp zehn Jahren fällt die Bilanz von Ursula Loux-Schorsch zwar positiv aus, doch sieht sie noch Verbesserungsbedarf: "Ich würde mir wünschen, dass einzelne Vereine stärker die Initiative ergreifen." Einen Unterschied sieht sie etwa darin, dass auf französischer Seite "die Gemeinde und das Rathaus stärker involviert sind."

Ein besonderer Pluspunkt ist in ihren Augen die Tatsache, dass sich ungeachtet der 908 Kilometer Entfernung inzwischen zahlreiche Kontakte ergeben haben: Zum Musikfestival "Face et Si" im September etwa reisen fast alljährlich Gäste nach Mouilleron.

Bei der Anbahnung der Partnerschaft kurz nach der Jahrtausendwende spielte die gebürtige Neukirchenerin Antje Chopin eine treibende Rolle: Sie ist mit einem Franzosen verheiratet, lebt in Mouilleron le Captif und gab bei der Suche nach einer "Jumelage" den Tipp: Rommerskirchen.

(NGZ)
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