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Rommerskirchen: Wohin mit der Rettungswache?

Rommerskirchen : Wohin mit der Rettungswache?

Die Gemeinde Rommerskirchen möchte in Sinsteden oder am Ortsausgang Rommerskirchen eine Rettungswache errichten, um die Versorgung zu gewährleisten. Die Verwaltung hat drei mögliche Standorte geprüft.

Die Chancen, dass Rommerskirchen eine eigene Rettungswache erhält, stehen gut. Davon geht Martin Mertens, Fraktionsvorsitzender der SPD Rommerskirchen, aus: "Wir müssen die Versorgung der Rommerskirchener sicherstellen — und mit der gemeinsamen Resolution aller Fraktionen an den Landrat, haben wir diesen Willen bekräftigt", sagt Mertens.

Mit einem Schreiben vom 5. März hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der einen Rettungswagen für die Gemeinde in Aussicht gestellt hatte, Bürgermeister Albert Glöckner zugesichert, "die Frage des Standortes einer neuen Rettungswache ergebnisoffen zu prüfen". Der Kreis hatte bisher mit Blick auf wenige Einsätze in Rommerskirchen einen Standort in Grevenbroich bevorzugt. "Jetzt zeigen die Zahlen von 2010, dass fast ein Drittel der Einsätze in Rommerskirchen über dem Grenzwert von zwölf Minuten lag", so Mertens.

Der Landrat hat den Bürgermeister nun um "belastbares Zahlenmaterial" für mögliche Standorte einer Wache in Rommerskirchen gebeten. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Könen hatte am 7. März die Verwaltung um die Erarbeitung dieser Vorschläge gebeten.

Die Gemeindeverwaltung hat nun drei Optionen geprüft und sie dem Gemeinderat vorgelegt: Variante 1 Standort an der Schnittstelle der B 59 mit der Venloer Straße und der geplanten B 59n. Dort vereinen sich die schnelle Anbindung an die B 59 in Richtung Grevenbroich, die kurze Distanz nach Rommerskirchen und auch die perspektivische Anbindung an die geplante B 477n in Richtung Norden. Die Ortsteile würden in der gleichen Zeit erreicht wie vom Rettungswagen aus Grevenbroich, sagt die Gemeinde. Durch die B 477n rechnet die Verwaltung mit einer deutlichen Verkürzung der Fahrtzeiten in Richtung Norden.

Variante 2 Standort an der B 59 am Landwirtschaftsmuseum. Die Entfernung nach Rommerskirchen, Eckum und Gill wäre länger, dafür wäre die Anfahrtszeit in den Grevenbroicher Süden geringer. Variante 3 Standort an der B 59 im Schnittpunkt mit der Poststraße. Von dort wäre der südliche Teil von Grevenbroich besser zu erreichen, der Weg nach Rommerskirchen wäre etwas weiter.

Die Bauzeit für eine Rettungswache mit zwei Stellplätzen und Aufenthaltsräumen für eine 24-Stunden-Besetzung mit zwei Mann schätzt die Verwaltung auf neun Monate. Die Monatsmiete könnte bei 1200 Euro liegen, die der Kreis von den Krankenkassen erhalten und an die Gemeinde weitergeben müsste. Das von der Gemeinde zu tragende mögliche Defizit liege bei höchstens 12 000 Euro im Jahr.

(NGZ/rl)