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Rommerskirchen: Wirtschaftsinitiative mit neuer Führung

Rommerskirchen : Wirtschaftsinitiative mit neuer Führung

Mit der Rechtsanwältin Julia Schmidt und dem Steuerberater Werner Schwarz kann die Wirtschaftsinitiative ihre vakanten Vorstandspositionen neu besetzen. Die neue Führung will nun ein Konzept für künftige Events erarbeiten. Bleiben dürfte der dieses Jahr ausgefallene Martinsmarkt.

Noch vor wenigen Wochen schienen die Tage der "Wirtschaftsinitiative Rommerskirchen — WIR" gezählt und die Auflösung zum 31. Dezember beschlossene Sache zu sein. Mit der Wahl der neuen Vorsitzenden Julia Schmidt soll es jetzt einen Aufschwung geben.

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung in der Gaststätte Haus Schlömer gelang es auch den vakanten Posten des Geschäftsführers neu zu besetzen: Nachfolger von Fred Meurer vom Center am Park ist der Eckumer Steuerberater Werner Schwarz, der zu einer Reihe neuer Mitglieder zählt, die WIR beigetreten sind.

"Ich freue mich sehr, dass wir eine neue Vorsitzende haben", so Bürgermeister Albert Glöckner. Dass derart viele Mitglieder teilgenommen hätten, zeigt für Albert Glöckner dass "das Interesse nach wie vor groß ist, sich für die Wirtschaft in Rommerskirchen zu engagieren." Das Wirtschaftsbüro des Rathauses wird nach wie vor durch Juliane Paefgen im WIR-Vorstand vertreten sein — und womöglich wieder stärker ins Tagesgeschäft einsteigen.

Konsens besteht bei den Mitgliedern, dass es nach dem in diesem Jahr ausgefallenen Martinsmarkt 2012 wieder publikumswirksame WIR-Veranstaltungen geben soll. Welche genau dies sein werden, steht noch nicht fest. "Wir müssen im Vorstand erst ein neues Konzept erarbeiten", sagt Julia Schmidt, wobei das erste Treffen der neuen WIR-Führung nach den Worten der in Butzheim tätigen Rechtsanwältin wohl noch in diesem Jahr stattfinden soll.

Auch wenn es hierzu noch keine Beschlüsse gibt, dürfte als sicher gelten, dass der Martinsmarkt kommendes Jahr eine Neuauflage erleben wird. "Der Martinsmarkt ist auch von den Mitgliedern immer wieder angesprochen worden", berichtet Maria-Anna Tellenbröker.

Laut Juliane Paefgen wird es in jedem Fall bei zwei verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr bleiben, ein dritter ist denkbar. Bei den künftigen WIR-Events müsse "nicht sklavisch das kopiert werden, was in den vergangenen Jahren gemacht worden ist", sagt die stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsbüros.

Denkbar seien branchen- oder themenorientierte Veranstaltungen wie etwa ein Gastronomietag oder Ausstellungen der örtlichen Autohändler. Auch in der Nachbarschaft will sich der neue WIR-Vorstand auf Ideensuche begeben.

Ein Beispiel ist der populäre und ausschließlich von örtlichen Händlern bestückte Weihnachtsmarkt im Nachbarort Rheidt. Erleichtert über das Ende der mehr als ein halbes Jahr währenden WIR-Führungskrise ist der bisherige Vorsitzende Wolfgang Könen: "Ich freue mich sehr, dass Julia Schmidt den Sprung ins kalte Wasser gewagt hat und der Verein nach zwei erfolglosen Anläufen nun eine weitere Zukunft hat."

(NGZ)