Rommerskirchen: Wirtschaftsinitiative kippt Sommermarkt

Rommerskirchen : Wirtschaftsinitiative kippt Sommermarkt

Nach der Pause im Vorjahr will die Wirtschaftsinitiative WIR auch dieses Jahr keinen Sommermarkt veranstalten. Aller Voraussicht nach gibt es in diesem Jahr nur einen verkaufsoffenen Sonntag – 2012 waren es noch drei.

Nach der Pause im Vorjahr will die Wirtschaftsinitiative WIR auch dieses Jahr keinen Sommermarkt veranstalten. Aller Voraussicht nach gibt es in diesem Jahr nur einen verkaufsoffenen Sonntag — 2012 waren es noch drei.

Gab es 2012 noch drei verkaufsoffene Sonntage in der Gemeinde, wird es in diesem Jahr voraussichtlich nur bei einem einzigen bleiben. Der soll wieder in der Vorweihnachtszeit stattfinden, wobei indes noch unklar ist, in welcher Form dies geschehen wird.

Der von 2008 bis 2011 in Regie der "Wirtschaftsinitiative Rommerskirchen —WIR" stets Mitte Juni abgehaltene Sommermarkt jedenfalls dürfte zum zweiten Mal in Folge ausfallen. "Ich weiß auch noch nichts Genaues, aber da wir jetzt schon Ende Mai haben, wird es wohl keinen Sommermarkt geben", bestätigt WIR-Geschäftsführer Werner Schwarz kursierende Gerüchte.

Die bislang letzte Aktion von WIR war der Adventsmarkt 2012. Der war ein Publikumserfolg, doch seither habe es keine Sitzung des Vorstands mehr gegeben, sagt Schwarz. Für den Steuerberater aus Eckum wirft dies das Problem auf: "Was machen wir jetzt mit der Wirtschaftsinitiative?"

Richtig sei, dass auch bei den Vorstandsmitgliedern "das Tagesgeschäft ganz obenan steht", dennoch bedauert Schwarz die aktuelle Entwicklung. "Ich warte darauf, dass jemand das Thema massiv auf die Tagesordnung setzt." Zumal es bislang auch noch kein Resümee des Adventsmarkts gegeben habe.

Er befürchtet, dass nicht allein der Sommermarkt ausfallen könnte. Eventmanager Marc Pesch, der den Adventsmarkt 2012 organisiert hatte, habe bereits angefragt, wie es um eine Neuauflage in diesem Jahr bestellt sei. "Doch konnte ihm bisher keiner antworten", sagt Werner Schwarz.

"Ich will hoffen, dass wir überhaupt etwas für den Winter zustande bringen", so der WIR-Geschäftsführer. Auch im Center am Park (CAP) werden die Geschäfte im Juni voraussichtlich geschlossen bleiben — zumindest die Mehrzahl. Laut CAP-Geschäftsführer Fred Meurer hat sich Rewe-Inhaber Franz-Günther Herbel dafür entschieden, nicht zu öffnen. Rolf Geyer, Chef des Thomas-Philipps-Markts, und eigentlich ein erklärter Fan von mehr verkaufsoffenen Sonntagen in der Gemeinde, überlegt laut Meurer noch.

Fred Meurer zufolge soll es jedoch im Center am Park zum Jahresende einen verkaufsoffenen Sonntag geben, wobei er derzeit offensichtlich nach wie vor davon ausgeht, dass es sich dabei um eine Neuauflage des Adventsmarkts handeln wird. Der hatte im vergangenen Jahr allein deshalb eine Premiere feiern können, weil der Ende 2011 neu gewählte WIR-Vorstand um die Vorsitzende Julia Offermann sich dafür entschieden hatte, den bisherigen Martinsmarkt fallenzulassen — der seit 2001 eigentlich stets der zugkräftigste Markt war, den WIR organisierte. Dass es 2012 nur einen verkaufsoffenen Sonntag gab, den WIR veranstaltete, begründete Julia Offermann seinerzeit damit, dass alle Konzentration dem Adventsmarkt gelten solle.

Die Wahl des neuen WIR-Vorstands beendete Anfang Dezember 2011 eine anhaltende Führungskrise des Vereins, den manche damals schon kurz vor der Auflösung sahen. WIR-Chef Wolfgang Könen und Geschäftsführer Fred Meurer hatten im Sommer ihre Ämter zur Verfügung gestellt. In die langwierige Suche nach einer neuen Führungsspitze hatte sich damals auch das Rathaus eingeschaltet: Immerhin war die Wirtschaftsvereinigung vor gut 13 Jahren nicht zuletzt auf Betreiben der Gemeindeverwaltung gegründet worden. "Offensichtlich braucht WIR länger für die Konsolidierung des Vereins, als ursprünglich angenommen", kommentiert Wirtschaftsbüro-Leiter Elmar Gasten den neuerlichen Verzicht auf einen Sommermarkt.

(NGZ/rl)
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