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Rommerskirchen: Wie die Feuerwehr große Verdienste ehrt

Rommerskirchen : Wie die Feuerwehr große Verdienste ehrt

Der Rommerskirchener Bernd Klaedtke gibt der Feuerwehr-Ehrenkreuz-Ausstellung im Kreiskulturzentrum den letzten Schliff.

Als Eigentümer und vor allen Dingen Kenner von mehr als 10 000 Orden und Ehrenabzeichen ist Bernd Klaedtke akribisches Arbeiten gewohnt. Entsprechend sorgfältig hat er die am 27. November im Kreiskulturzentrum Sinsteden beginnende Ausstellung vorbereitet, die sich mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen beschäftigt. "An der Konzeption bin ich seit gut drei Jahren dran", sagt Bernd Klaedtke, für den sich hier Beruf und Hobby in idealer Weise verbinden.

Klaedtke ist als Beamter im gehobenen Dienst bei der Kölner Berufsfeuerwehr tätig. Zuständig ist er für Einsatzplanung und Koordination, nicht zuletzt bei Großevents wie dem Rosenmontagszug. In gewisser Hinsicht gehört zu den Vorbereitungen ein 2013 im Fachmagazin "Orden und Ehrenzeichen" erschienener Aufsatz zu Feuerwehr-Ehrenzeichen, dem ein Buch folgen soll. Die Ausstellung beginnt exakt vier Tage, nach dem 60. Jahrestag, des den Orden einführenden Landesgesetz. Angesagt hatte sich ursprünglich NRW-Innenminister Ralf Jäger, der wegen der Innenministerkonferenz passen muss. Gleichwohl werden Regierungsvertreter ebenso wie hochrangige Feuerwehrleute erwartet, wenn die Ausstellung in etwas mehr als einem Monat beginnt. Zu den Unterstützern der Ausstellung zählt neben dem Innenministerium auch der Verband der Feuerwehren in NRW.

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Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen würdigt das Innenministerium jährlich gut 4000 Feuerwehrmitglieder, "egal ob freiwillig, beruflich oder einer Werksfeuerwehr angehörig", weiß Klaedtke, der auch in der Geschichte des Brandschutzes bewandert ist. In Sinsteden hatte er 2002 eine viel beachtete Ausstellung organisiert, die Feuerwehr-Utensilien aus drei Jahrhunderten präsentierte. Angesichts der guten Resonanz hatte Kathrin Wappenschmidt, Leiterin des Kulturzentrums, vor Jahren eine Neuauflage mit veränderter Thematik angeregt.

Wie bei den meisten Orden gibt es beim NRW-Feuerwehr-Ehrenkreuz verschiedene Auszeichnungsstufen. Deren höchste und am seltensten erreichte ist die "Sonderstufe Gold", die für besondere Verdienste während eines Einsatzes verliehen wird. Seit 1954 ist dies "in weniger als 50 Fällen" geschehen, weiß Klaedtke. Die üblichen Verleihungen des Ordens erfolgen zu Dienstjubiläen. Da 50 Jahre aktiver Feuerwehr-Dienst biologisch nicht möglich sind, wird das Abzeichen in Gold bereits nach 35 Jahren verliehen. Neben der Dokumentation der Ordensentwicklung sowie der Verleihungsurkunden wurden auch die gesetzlichen Hintergründe aufgenommen. Abgerundet wird die Präsentation durch Orden und Ehrenzeichen besonderer Persönlichkeiten. "Gerade diese interessanten Ausstellungsexponate zeigen das Engagement einzelner Feuerwehrangehöriger weit über NRW hinaus", sagt Klaedtke, der beim Verband der Feuerwehren in NRW Fachberater für die Geschichte der Brandschützer ist.

(NGZ)