Rommerskirchen Weniger Zuschüsse für die Vereine verteilt

Rommerskirchen · Die Vereinsvertreter verteilten alle Zuschüsse wieder einstimmig. Mit großem Applaus bedachten sie Bürgermeister Glöckner zum Abschied.

 Das Tambourkorps "Blüh auf" Ramrath-Villau hat Geld für neue Instrumente erhalten, die Bürger von Gill für ihre Weihnachtsbeleuchtung (u.).

Das Tambourkorps "Blüh auf" Ramrath-Villau hat Geld für neue Instrumente erhalten, die Bürger von Gill für ihre Weihnachtsbeleuchtung (u.).

Foto: ON

Für die Vereine im Gemeindegebiet gab es die weihnachtliche Bescherung bereits jetzt in Form von Zuschüssen, die bei der Bezirkskonferenz verteilt wurden. Das Budget für die drei Gemeindebezirke war erneut zusammen geschrumpft: Es standen nur noch 12495 Euro zur Verfügung, über 600 Euro weniger als noch 2012. In den zwei vergangenen Jahren ist der Etat um mehr als 1000 Euro gesunken.

Die Spielregeln für die seit 2000 tagenden Bezirkskonferenzen sind gleichgeblieben: "Zuschüsse gibt es ausschließlich für so genannte investive Ausgaben, von denen im Zweifel auch die Allgemeinheit einen Nutzen hat", erläutert Rathaussprecher Elmar Gasten, Chef der Bezirkskonferenz Süd für die "Altgemeinde" Rommerskirchen. Die Vereine dürfen das Geld nicht dafür verwenden, knappe Kassen aufzubessern. Die Förderung beträgt maximal die Hälfte der Gesamtkosten des jeweiligen Projekts. Die Höhe der Budgets richtet sich nach der Einwohnerzahl, die im Bereich der "Altgemeinde" Rommerskirchen am größten ist. Da standen 5100 Euro zur Verfügung, die — wie in den beiden anderen Gemeindebezirken auch — restlos verplant wurden.

"Spitzenreiter" war erstmals kein Verein, sondern die "Giller Bürgerschaft". Die hat den Ort mit einer innovativen Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet und konnte sich über eine Förderung von mehr als 1800 Euro der Gesamtkosten von 6500 Euro freuen. 1000 Euro erhalten die St.-Maternus-Bürgerschützen für die Einzäunung des Spielplatzes an der Begegnungsstätte Alte Schule.

Für den sich von Butzheim bis Anstel erstreckenden Bezirk Mitte standen knapp 4000 Euro zur Verfügung. Der Löwenanteil ging mit jeweils 1160 Euro an die St.-Sebastianus-Bruderschaften Frixheim und Anstel. In Frixheim wird das Geld für einen Geschirrspüler im Schützenhaus gebraucht. Die Ansteler Sebastianer investieren das Geld in ihre Mikrofon- und Verstärkeranlage. Für den sich von Evinghoven über Oekoven bis Villau erstreckenden Norden der Gemeinde enthielt das Budget 3400 Euro. Dort gab es für den Schützenverein Ramrath-Villau und das Tambourkorps "Blüh auf" je 675 Euro. Der Spielmannszug braucht neue Instrumente, während die Schützen die Natursteinmauer an der Marienkapelle instand setzen wollen.

"Einmal mehr haben die Bezirkskonferenzen gezeigt, welch hohes bürgerschaftliches Engagement in Rommerskirchen existiert. Darauf können wir stolz sein. Das große Engagement ist nicht selbstverständlich; es trägt dazu bei, die Lebens- und Wohnqualität zu steigern", kommentiert Gasten die einstimmig getroffenen Entscheidungen.

Bürgermeister Albert Glöckner, der seinen vorzeitigen Amtsverzicht zum Mai 2014 erklärt hatte, erhielt ang anhaltenden Applaus bei seiner letzten Bezirkskonferenz. Norbert Kramer, Chef der Ansteler Sebastianer, würdigte den scheidenden Bürgermeister für die stets "große Unterstützung", die er den Vereinen habe zukommen lassen.

(NGZ)
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