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Rommerskirchen: Weniger Katzen im Tierheim

Rommerskirchen : Weniger Katzen im Tierheim

Die Rekordquote der vergangenen Jahre, als jeweils gut 700 Katzen aufgenommen wurden, könnte das Kreistierheim verfehlen: Bislang wurden erst 370 Katzen aufgenommen – 2010 waren es zu dieser Zeit über 500.

Die Rekordquote der vergangenen Jahre, als jeweils gut 700 Katzen aufgenommen wurden, könnte das Kreistierheim verfehlen: Bislang wurden erst 370 Katzen aufgenommen — 2010 waren es zu dieser Zeit über 500.

Etwas entspannt hat sich im Kreistierheim die Lage an der "Katzenfront". Angesichts von 370 in diesem Jahr aufgenommenen Tieren und einem aktuellen Bestand von 300 Katzen ist hier ein merklicher Rückgang zu verzeichnen. Was Tierheimleiterin Uta Wegener zufolge allerdings mit Blick auf den Rest des Jahres nichts heißen muss: "Ich hoffe, dass wir diesmal unter 600 Katzen bleiben, aber das kann sich natürlich schnell ändern."

Insgesamt 19 Katzenräume

Auch sonst lassen die Katzen bei den Mitarbeitern des Tierheims keine Langeweile aufkommen: "Wir haben 19 Katzenräume mit Außengehege, die täglich bearbeitet werden müssen, sagt Uta Wegener. Zu denjenigen, die ein neues Zuhause suchen, zählt etwa auch der Kater Pico. Er ist auf der Suche nach einem neuen Herrchen oder Frauchen und dürfte eher pflegeleicht sein: Das Tier ist kastriert und ausschließlich an Wohnungshaltung gewöhnt.

Etwas anders sieht es bei Mia aus, einem Schäferhund-Mix, wie Annett Friedel sagt, die seit 1. April als hauptamtliche Kraft im Kreistierheim tätig ist. Die vier Jahre alte Hündin lebt bereits seit 2008 in Oekoven. Für sie werden laut Annett Friedel "erfahrene Hundekenner ohne kleine Kinder gesucht", wobei Mia auch als Zweithund neben einem Rüden in Betracht komme.

45 Hunde beherbergt das Tierheim derzeit, wobei ihre Vermittlung letztlich doch um einiges leichter ist als die von Katzen. Zugunsten der Hunde soll das Hundehaus in Oekoven um das Doppelte erweitert werden. Eine Spendenaktion des Tierschutzvereins ist nicht ohne Wirkung geblieben, doch fehlen laut Uta Wegener derzeit immer noch 40 000 Euro.

Architektenpläne liegen vor, die Statik ist erstellt, doch soll mit dem Bau erst dann begonnen werden, wenn das gesamte Geld beisammen ist. Allzu groß erscheint Uta Wegener die Gefahr, dass "der angefangene Teil verrottet, wenn wir wegen Geldmangel nicht weitermachen können." Nachdem in den vergangenen Monaten bereits etliche Hundeschutzhütten errichtet worden sind, muss demnächst noch ein Holzhaus für sie aufgebaut werden.

Auch Exoten sind im Kreistierheim zu finden, so etwa ein Leguan von beträchtlicher Größe: "Ein normales Aquarium reicht hier nicht mehr", sagt Uta Wegener. Als neuer Besitzer käme hier jedoch nur ein Experte in Betracht: "Er ist wohl nicht gut gehalten worden, daher ist er recht aggressiv", erzählt die Tierschützerin. Am Sonntag räkelte der Leguan sich allerdings hinter dickem Glas relativ gemütlich auf seinem Baumstamm.

(NGZ)