Rommerskirchen: Weg frei für den Kunstrasenplatz

Rommerskirchen : Weg frei für den Kunstrasenplatz

Der Rat billigte jetzt einstimmig das Kunstrasenprojekt der SG Rommerskirchen/Gilbach am Nettesheimer Weg.

Derart großen Besucherandrang hat der Ratssaal im Eckumer Dienstleistungszentrum bislang noch nicht erlebt. Etwa 100 Mitglieder der SG Rommerskirchen/Gilbach, darunter viele Kinder und Jugendliche, hatten nach gut einstündiger Diskussion Grund zum Jubeln: Einstimmig sprach sich der Rat für das Kunstrasenprojekt des Fußballvereins aus und beauftragte die Verwaltung, einen entsprechenden Nutzungsvertrag abzuschließen.

Vizepräsident Axel Neef machte kein Hehl daraus, dass er "bei der Abstimmung eine Gänsehaut bekommen" habe. In das Lob, das die Planung nach den Worten von Präsident Karl-Heinz Wandke bereits von der Sparkasse Neuss erhalten habe, stimmten auch die Politiker ein.

"Sehr angetan" zeigte sich SPD-Fraktionschef Martin Mertens von dem Konzept, zumal die Fußballer inzwischen auch bei der Finanzierung "sehr weit" seien. Als "überzeugend" empfindet auch Stephan Kunz (CDU) die Planung. Der Verein habe "die Notwendigkeit beider Kunstrasenplätze sehr plastisch rübergebracht", befand der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Neben einem "regulären" Feld in der Größe eines normalen Fußballplatzes wird es auch ein Kleinspielfeld geben. Wie Karl-Heinz Wandke deutlich machte, wird auch dem Schulsport Rechnung getragen: Eine Sprunggrube soll es ebenso geben wie eine Laufbahn. Die wird allerdings keine 400 Meter lang sein wie die bisherige: Als Ausgleich soll die Bahn auf dem Nettesheimer Sportplatz wieder in Schuss gebracht werden.

Über den Umfang der dortigen Sanierung mochte die CDU jetzt noch nicht abstimmen —die von der Verwaltung eingeplanten 10000 Euro erscheinen der Union als nicht ausreichend. Bürgermeister Albert Glöckner verwies darauf, dass für den jetzigen Aschenplatz ohnehin eine Sanierung anstünde. In zehn Jahren würde dann eine weitere fällig. Glöckner zufolge würden bei der Option für den Kunstrasen "eigentlich nur die dabei entstehenden Kosten auf 15 Jahre verteilt", wobei er einräumte, bei dieser Rechnung "ein bisschen aufrunden" zu müssen.

Die SG Rommerskirchen/Gilbach wird das von ihr bisher schon genutzte Sportgelände am Nettesheimer Weg künftig in Eigenregie führen. Von der Gemeinde gibt es einen Investitionskostenzuschuss von 39 500 Euro, der sich jährlich um ein Prozent erhöht: Der Vertrag ist auf 15 Jahre befristet.

Das Finanzierungskonzept soll laut Karl-Heinz Wandke und Geschäftsführer Sascha Fieren nun zügig der NRW-Bank zugeleitet werden. Auf deren Zustimmung hofft der Verein für Februar 2013. Liegt sie vor, muss am Nettesheimer Weg "nur" noch gebaut werden: Ab kommendem Sommer jedenfalls wollen die Kicker auf Kunstrasen spielen. "Schlüsselfertig" wird das gesamte Konzept nach Wandkes Worten rund 480 000 Euro kosten. Vor und während der Bauphase wollen die Mitglieder Eigenleistungen im Wert von rund 40 000 Euro erbringen.

(NGZ/rl)
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