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Rommerskirchen: Weg frei für Betreutes Wohnen

Rommerskirchen : Weg frei für Betreutes Wohnen

Die Caritas lässt in der Nähe des St. Elisabeth-Hauses etwa 26 altengerechte Wohnungen bauen. Der Investor, die Firma Wrede Gesundheitsbau, verfügt über viel Erfahrung in Sachen Betreutes Wohnen.

Senioren haben Konjunktur in der Gemeinde, die dem viel zitierten demografischen Wandel Rechnung trägt. Nicht allein in Regie von Fußballstar Paul Breitner sollen neue Seniorenwohnungen entstehen. Auch die Caritas betreibt ein Projekt "Betreutes Wohnen." Und zwar schon eine ganze Weile länger: Bereits als im Herbst 2001 die Entscheidung für den Bau des 2007 eröffneten St. Elisabeth-Hauses fiel, war der Bau seniorengerechter Wohnungen in dessen unmittelbarer Nähe für die Caritas zumindest eine wahrscheinliche Zukunftsoption.

Foto: Jazyk, Hans

Damals gab es allerdings keine genügend große Nachfrage: Betreutes Wohnen sollte es nahe dem Rathaus geben, doch zerschlug sich dieses Vorhaben letztlich. Mit Wilhelm Wrede, Inhaber der Firma Wrede Gesundheitsbau, hat die Caritas nun einen geeigneten Investor gefunden.

Was für Hans-Werner Reisdorf, den Chef der Caritas-Seniorendienste dabei besonders ins Gewicht fällt, ist dass das Unternehmen "bereits über Erfahrungen mit solchen Projekten verfügt. Sie bauen das gleiche Gebäude zum dritten Mal." Für Reisdorf sind die betreuten Wohnungen in Rommerskirchen – geplant sind etwa 26 – nur ein konsequenter Schritt: Bei allen anderen im Kreisgebiet betriebenden Altenheimen der Caritas gebe es in der Nachbarschaft seniorengerechte Wohnungen. "In denen sollen die Menschen so lange wie möglich leben können", beschreibt Reisdorf den Ansatz der Caritas. Die Bewohner könnten Serviceleistungen "nach Wunsch und ohne Zwang" in Anspruch nehmen, so Reisdorf. Hilfe aus dem benachbarten Heim könne bei Bedarf sukzessiv erfolgen, wobei ein Umzug nur der allerletzte Schritt sein sollte.

Die Wohnungen werden mit Terrasse, Balkon und Stellplätzen ausgestattet sein. Um Parkprobleme gar nicht erst aufkommen zu lassen, "wird die Gemeinde einen Teil des Schulgeländes verkaufen", wie Bürgermeister Albert Glöckner auf das anliegende Gelände verweist.

Geplant sind sechs Appartements mit einer Größe von 40 Quadratmetern sowie zwei Mal zehn Wohnungen, die zwischen 50 und 75 Quadratmeter groß sind. Die Miete wird bei zehn bis elf Euro pro Quadratmeter liegen. Wer eine Wohnung kaufen will, muss 2150 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

Mit dem Baubeginn ist Wrede zufolge für August oder September zu rechnen. Nach gut einem Jahr sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Reisdorf lobt den Investor: "Das Familienunternehmen Wrede hat sich große Mühe gegeben, die Struktur Rommerskirchens zu analysieren. Dabei wird ein funktionierendes Konzept von anderer Stelle transponiert", weist er auf die guten Erfahrungen, die die Gemeinde Ense im Kreis Soest mit Wrede Gesundheitsbau gemacht hat, hin.

(NGZ)