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Rommerskirchen: Wahlkampf ist eröffnet: SPD kritisiert "Märchen" der CDU

Rommerskirchen : Wahlkampf ist eröffnet: SPD kritisiert "Märchen" der CDU

In Rommerskirchen werfen Bundestags- und Kommunalwahl ihre Schatten voraus: Aus Sicht der SPD gleicht die kürzlich abgehaltene Ideenwerkstatt der CDU eher "einer Märchenstunde" als einer Auseinandersetzung mit wirklichen politischen Problemen.

Nachweislich falsch ist nach den Worten von SPD-Parteichef Johannes Strauch die Aussage des CDU-Vorsitzenden Michael Willmann, dass die Fahrbahnmarkierungen im Bereich der Butzheimer Bushaltestelle an der B 477 auf Initiative der CDU komplett erneuert worden seien. "Die Fahrbahnmarkierungen wurden nicht erneuert. Dafür gibt es auch keinen kurzfristigen Bedarf. Wie die lokale Politik sieht auch der Rhein-Kreis Neuss in diesem Straßenabschnitt keinen unfallauffälligen oder gefährlichen Bereich" , betont Johannes Strauch.

Er verweist auf ein Schreiben von Christian Bromm, dem Leiter des Straßenverkehrsamts: Der hatte auf Nachfrage von SPD-Kreistagsmitglied Martin Mertens im März erklärt, dass es keinen Grund für weitere Verkehrssicherungsmaßnahmen gebe. Auch bei der Gemeinde hat sich die SPD Johannes Strauch zufolge erkundigt: Die Markierungen würden in regelmäßigen Abständen erneuert, was nichts mit den Aktionen der CDU zu tun habe, berichtet Johannes Strauch. SPD-Vorstandsmitglied Martin Marquardt legt nach: "Es ist nicht das erste Mal, dass die CDU eine Scheinbaustelle eröffnet, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort verwirrt und anschließend versucht, sich als großen Retter zu inszenieren. Aber dass man dies an einer Stelle macht, an der man bereits von Parteifreund Petrauschke (der Landrat des Rhein-Kreises Neuss/die Redaktion) eine Abfuhr erhalten hat, zeigt, dass die CDU momentan keinerlei Ideen hat."

Weiter kritisiert Strauch, dass angesichts im politischen Konsens angestellter Überlegungen, etwa zum Ausbau der Versorgungsstruktur im Norden der Gemeinde, "die CDU dies als ihre großen Ziele zu verkaufen sucht". Auf diese Absichtserklärungen folgten jedoch keine konkreten Umsetzungsvorschläge. "Wie auch schon bei den Haushaltsberatungen verrät die CDU nie, wie man Probleme lösen möchte", hält Johannes Strauch der politischen Konkurrenz entgegen.

(S.M.)