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Rommerskirchen: Vor dem ersten Heimspiel

Rommerskirchen : Vor dem ersten Heimspiel

Seit zwei Jahren singt Dieter Mandel deutsche Schlager. Beim Sinstedener Schützenfest feiert er kommenden Sonntag seine offizielle Premiere auf heimischem Terrain – in der Region tritt er bereits seit 2008 regelmäßig auf.

Seit zwei Jahren singt Dieter Mandel deutsche Schlager. Beim Sinstedener Schützenfest feiert er kommenden Sonntag seine offizielle Premiere auf heimischem Terrain — in der Region tritt er bereits seit 2008 regelmäßig auf.

Begonnen hat alles damit, dass er als Vierjähriger seinen Brüdern beim Akkordeonspiel nachgeeifert hat: Musik hat Dieter Mandel schon von Kindesbeinen an fasziniert. Auch wenn der Unterricht beim schon zu Lebzeiten längst legendären Kirchenmusiker Adi Herrmanns wegen seines allzu großen Hangs zum Improvisieren nicht allzu lange dauerte: Das Interesse am Musizieren hat ihn nie verlassen.

Kommenden Sonntag wartet auf Dieter Mandel nun sein erstes offizielles Heimspiel, wenn er beim Sinstedener Schützenfest abends den Showteil bestreitet. "Deutsche Schlager, Pop-Schlager und gut tanzbaren Fox" hat der 40-Jährige in seinem Repertoire. Neben eigenen Kompositionen singt er auch Coverversionen, etwa "Über den Wolken". Dabei bevorzugt Mandel allerdings der Stimmung wegen die "peppigere" Fassung von Dieter Thomas Kuhn gegenüber dem Original von Reinhard Mey. Als Stimmungsmacher dabei sein wird auch das "Bett im Kornfeld" von "Onkel Jürgen" (Drews). Im Vordergrund sollen jedoch auch in Sinsteden seine eigenen Lieder stehen, so etwa das neue "Lady Namenlos", das er schon bei anderen Auftritten in der Region gesungen hat, während es bei den St. Maternus-Bürgerschützen erstmals in Rommerskirchen zu hören sein wird.

1996 hat Dieter Mandel damit begonnen, eigene Lieder zu schreiben, nachdem er sich eine Gitarre gekauft hatte. Die erste Eigenkomposition "Ein Lied für Dich" widmete er seiner Frau Andrea, weitere selbst geschriebene Lieder folgten. Von Plattenfirmen gab es zwar Absagen, doch vor gut zwei Jahren stieß Mandel auf Künstlerstammtische in Köln und Mönchengladbach, bei denen "meine Lieder gut angekommen sind."

Zugleich ergaben sich hieraus Kontakte, die ihm in den beiden genannten Städten, aber auch in Heinsberg und Aachen bereits etliche Auftritte beschert haben. In diversen Internet-Radios und "allen namhaften Download-Portalen" ist er seither vertreten und auch aus Süddeutschland liegen schon Anfragen für Auftritte vor. Was Dieter Mandel allerdings merklich zögern lässt, denn "es geht immer nur so, wie es der Dienst zulässt, schließlich ist es ja nur ein Hobby", sagt der aus Rommerskirchen stammende Nettesheimer, der seit 1993 bei der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr tätig ist.

Was ihn übrigens besonders freut, ist die Tatsache, dass er sein musikalisches Gen offenbar weitervererbt hat. Sein Sohn Alexander hat auch die Gitarre für sich entdeckt "und spielt mich mittlerweile an die Wand", sagt Dieter Mandel nicht ohne Stolz.

(NGZ)