Rommerskirchen: Viele Fragen zur Trasse B 477n

Rommerskirchen: Viele Fragen zur Trasse B 477n

Mitarbeiter von Straßen NRW standen bei der Auslegung der Planung für die neue Umgehungsstraße den Bürgern Rede und Antwort. Nach wie vor gibt es Kritik an der angedachten Trassenführung.

Rommerskirchen Es war kein langweiliger Nachmittag für Regina Nick und Jürgen Wagner: Mehr als vier Stunden lang standen die beiden Mitarbeiter von Straßen NRW jetzt im Rathaus bei der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen für die neue Umgehungsstraße B 477n interessierten Bürgern Rede und Antwort: Und an denen gab es keinen Mangel: Insbesondere Bürger aus Nettesheim, Butzheim, Frixheim und Anstel fanden sich ein, um sich aus erster Hand über den Stand der Planungen informieren zu lassen, bei denen es aktuell um die Bestimmung der exakten Trassenführung geht.

Zu den am häufigsten gestellten Fragen zählte insbesondere die nach dem "Knotenpunkt" , an dem die neue Umgehung auf die im vergangenen Jahr fertig gestellte B 59n stößt. Der vielfach laut gewordene Wunsch, diesen als Kreisverkehr einzurichten, wird Straßen NRW nicht nachkommen (können): "Das Verkehrsaufkommen ist hier zu hoch für einen Kreisel", wie Regina Nick erläutert.

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Auch die Gefahr weiterer Lärmbelastungen durch eine womöglich zu nahe Trassenführung entlang der bestehenden Besiedlung der vier genannten Dörfer spielte eine wichtige Rolle. "Die Trasse ist recht weit von den Siedlungsbereichen entfernt", so Regina Nick. Auftrag von Straßen NRW sei es ohnehin, "nicht zu einer weiteren Verlärmung beizutragen". Die Behörde habe zumindest die Absicht, die Trasse so weit von der nächstgelegenen Wohnbebauung zu errichten, dass keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen nötig seien. Von Landwirten wurde geltend gemacht, dass durch die neue Umgehung die besten Ackerflächen am Gillbach zerschnitten würden. Jürgen Wagner brachte hier die Möglichkeit eines Flurbereinigungsverfahrens ins Gespräch, durch das betroffene Eigentümer entschädigt werden können. Auch die von vielen Bürgern nicht nachvollziehbare Verlegung der einst entlang des Butzheimer Bruchs vorgesehenen Trassenführung spielte eine Rolle: Dass der streng geschützte Feldhamster diese Verlegung erzwungen hat, obwohl dieser Bereich von Menschen erheblich weniger dicht besiedelt ist als das Gebiet entlang des Bahndamms, hinter dem die Umgehung verlaufen soll, mag manchem nach wie vor nicht einleuchten.

Die Planunterlagen liegen im Rathaus noch bis 22. März aus. Einwände und Bedenken können die Bürger noch bis zum 7. April geltend machen. Während die Planung bei der Linienführung im Maßstab 1:5000 erfolgt, wird es nach den Worten von Regina Nick bei der dann anstehenden Erstellung des Vorentwurfs wesentlich konkreter: Diese Planung erfolgt dann bereits im Maßstab 1: 500.

(NGZ)
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