Rommerskirchen: Viel Lob für Blues-Lady Kyla Brox

Rommerskirchen: Viel Lob für Blues-Lady Kyla Brox

Das Publikum reagierte begeistert: gelungener Auftakt der diesjährigen Blues-Saison im Kreiskulturzentrum Sinsteden.

Mit der Wahl der britischen Soul- und Bluessängerin Kyla Brox hatte Ulrich Weidenhaupt geradezu eine Idealbesetzung für den Auftakt der Blues-Saison im Kreiskulturzentrum Sinsteden gefunden. Der stand wie immer im Zeichen des Weltfrauentags, so dass das Konzert von Kulturzentrums-Leiterin Kathrin Wappenschmidt und Ulrike Kreuels, der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Kreises Neuss, gemeinsam eröffnet wurde. Die Publikumsreaktionen auf den ersten Auftritt der Britin in Sinsteden waren rundweg begeistert.

Was Lothar Gross, Chef der St. Sebastianus-Bruderschaft in Oekoven, keineswegs allein auf sie beziehen mochte. Kyla Brox' Ehemann Danny Blomeley, der sie an der Gitarre beileibe nicht nur begleitete, war für Gross und manch anderen Besucher die eigentliche Überraschung. "Ich habe sofort ein Video davon gemacht", verriet Lothar Gross angesichts eines der furiosen Gitarren-Soli von Blomeley.

Nicht weniger groß war beim Publikum jedoch die Begeisterung für Kyla Brox, deren Stimmgewalt einer Besucherin zufolge schon allein einen Eintrittspreis von 70 Euro gerechtfertigt hätte. "Na ja, es muss ja noch erschwinglich bleiben", wehrte Ulrich Weidenhaupt derart überschwängliche Reaktionen aus finanziellen Gründen ab - pflichtete in der Sache indes bei: "Sie ist eine wunderbare Frau mit einer grandiosen Stimme, die sehr emotional singt", lautete seine "Kurzrezension".

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Pflegen Weidenhaupt und seine Frau Wilhelmine sonst auch weitere Reisen - oftmals in die Benelux-Länder oder nach Frankreich - nicht zu scheuen, um nach Künstlern Ausschau zu halten, war der Weg zu Kyla Brox und Danny Blomeley nicht weit, obwohl die beiden eigentlich in England, in Manchester, leben. Vor einigen Jahren hatte sie der Konzertveranstalter Jorgos Flambouraris für einen Auftritt im Dormagener "Streetlife" gewinnen können. Nach dem Auftritt stand für Ulrich Weidenhaupt fest, sie bei passender Gelegenheit auch für die Sinstedener Blueskonzerte zu verpflichten. Wobei nach dem jetzigen Konzert ein neuerlicher Auftritt - in absehbarer Zeit natürlich - absolut nicht ausgeschlossen ist, wie Weidenhaupt sagt: Dann könnte die "First Lady of British Blues", wie das Urteil der Fachpresse lautet, sogar mit vierköpfiger Begleitband auftreten. Eine Gelegenheit dazu böte sich beispielsweise beim Bluesfestval "Goin' to my Hometown", das stets im Mai oder Juni stattfindet.

Mehr als anderthalb Stunden lang unterhielten Kyla Brox und Danny Blomeley die Blues-Fans auf höchstem Niveau, wobei Leonard Cohens "Hallelujah" zum Finale gehörte. Für das Musikerehepaar war es übrigens nur ein ganz kurzer Deutschland-Besuch: Am Samstagvormittag war es in Köln gelandet und von Ulrich Weidenhaupt und seiner Frau zunächst mit dem Knechstedener Klosterhof bekannt gemacht worden. Nach dem Konzert und anschließender Übernachtung im Sinstedener "Blues-Hotel" Kaufmann ging es gestern Nachmittag von Eindhoven aus dann schon wieder zurück nach Manchester.

(NGZ)