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Rommerskirchen: Vereine bleiben vom Sparkurs verschont

Rommerskirchen : Vereine bleiben vom Sparkurs verschont

Die Bezirkskonferenz reduziert die zu verteilende Gesamtsumme lediglich um rund 400 Euro auf 13 120 Euro.

Für die meisten steht die weihnachtliche Bescherung bald bevor, die Rommerskirchener Vereine haben sie bereits hinter sich. Auch bei der diesjährigen Bezirkskonferenz war der Ratssaal rappelvoll, auch wenn die zu verteilende Gesamtsumme an Zuschüssen um rund 400 Euro gesunken war und "nur" noch 13 120 Euro betrug. Bürgermeister Albert Glöckner und Rathaussprecher Elmar Gasten stellten zunächst einige der wichtigsten Projekte in 2012 vor. Die Geschäftsgrundlage für die seit einigen Jahren tagenden Bezirkskonferenzen Nord, Süd und Mitte ist von Beginn an klar: "Zuschüsse gibt es für so genannte investive Ausgaben, von denen im Zweifel auch die Allgemeinheit einen Nutzen hat", so Elmar Gasten. Das Geld darf von den Vereinen folglich nicht dafür verwendet werden, Finanzlöcher zu schließen und auch Nichtmitglieder sollen von den bezuschussten Projekten profitieren können.

Gefördert wird von der Gemeinde maximal die Hälfte der Gesamtkosten. Die Höhe der jeweiligen Budgets bemisst sich nach der Einwohnerzahl, die im Bereich der "Altgemeinde" Rommerskirchen am größten ist, so Gasten. Hier standen 5725 Euro zur Verfügung, die restlos verplant wurden. Der höchste Zuschuss insgesamt ging an den Förderverein der Gillbachgrundschule, der für 20 000 Euro neue Spielgeräte für den Schulhof anschaffen will.

Die gut 60 anwesenden Vereinsvertreter billigten den beantragten Zuschuss in Höhe von 1781,50 Euro einstimmig. Für die Bezirkskonferenz Mitte mit ihrem sich von Butzheim bis Anstel erstreckenden Einzugsbereich gab es 3995 Euro. Hier mussten die Vereine deutliche Abstriche machen. Hatte etwa die Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft 1900 Euro für die Neubepflanzung rund um ihr Schützenhaus beantragt, musste sie sich letztlich mit 745 Euro begnügen. Spitzenreiter waren hier diesmal die Ansteler Burgritter: Die Karnevalsgesellschaft hatte 2000 Euro für ein Gerüst beantragt, das für den Wagen seines Dreigestirns bestimmt ist: Am Ende kamen 1025 Euro heraus, was immer noch der höchste Zuschuss dieses Bezirks ist. Für die Bezirkskonferenz Süd, deren Gebiet von Evinghoven über Oekoven bis Villau reicht, waren 3400 Euro im "Pott". Auch hier mussten die Antragsteller Abstriche machen: An das Artilleriekorps der Schützen aus Widdeshoven und Hoeningen gingen immerhin 1224 der beantragten 1500 Euro zugunsten der Anschaffung eines Traktors. Mit 646 Euro fördert die Gemeinde die St. Sebastianus-Bruderschaft in Oekoven. Die ermittelt ihren König nicht mehr im einstigen Vereinslokal "Zum alten Posthorn" und benötigt einen transportablen "Vogelflachstand". Für die Katholische Junge Gemeinde (KJG) in Hoeningen gab es 442 Euro für die Anschaffung von Sitzgarnituren. Die sollen auch für die beliebte Ortsranderholung in den Sommerferien verwendet werden, die seit Jahrzehnten in Regie der KJG läuft.

(NGZ)