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Rommerskirchen: Venloer Straße wird umgebaut

Rommerskirchen : Venloer Straße wird umgebaut

Noch in diesem Jahr soll eine Planwerkstatt eine Kompromisslösung für den Rückbau der Venloer Straße finden. Ursprünglich hatte die Verwaltung das Vorhaben bis 2013 auf Eis legen wollen, ohne es aufzugeben.

Im Kern haben sich die Standpunkte nicht verändert. Umso überraschender war der Kompromiss, auf den sich die Interessengemeinschaft Venloer Straße und die Gemeinde jetzt im Planungs- und Bauausschuss einigten. Eigentlich hatte die Verwaltung den Rückbau der Venloer Straße auf 2013 verschieben wollen – nun soll eine Planwerkstatt noch in diesem Jahr eine Lösung erarbeiten, die für Anwohner und Verwaltung akzeptabel ist.

Bernd Braun vom Ingenieurbüro "sb Planung" hatte zuvor zwei Varianten vorgestellt, über die Bürger, Politiker und Verwaltung mehr als zwei Stunden lang diskutierten. Eine von der Bürgerinitiative ins Gespräch gebrachte Lösung würde 425 000 Euro kosten, die komplett von der Gemeinde zu tragen wären. Der Planer glaubt allerdings nicht, dass es hierfür einen Zuschuss vom Land geben wird. Diese Förderung gäbe es bei der zweiten Alternative, die mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen würde: Hier läge der Landeszuschuss bei 250 000 Euro, die Gemeinde wäre mit 500 000 Euro im Boot und die Anwohner müssten 750 000 Euro berappen.

Gegen eine Kostenbeteiligung stemmt sich die schon vor einigen Jahren ins Leben gerufene Interessengemeinschaft. Bislang tat sie dies mit Erfolg: Bereits zwei Konzepte waren 2008 am Widerstand der Bürger wie auch der Politik gescheitert. Dass der Ingenieur ebenso wie die Verwaltung die teurere zweite Variante bevorzugen, mochte im Ausschuss insbesondere die CDU nicht einsehen. Fraktionschef Wolfgang Könen verwies auf die angespannte Finanzlage, nachdem zuvor Hubert Pane kaum ein gutes Haar an der Planung gelassen hatte. Auch Hans-Ludwig Piel vom Vorstand der Interessengemeinschaft konnte das Beharren auf einer Förderfähigkeit nicht nachvollziehen.

Die von den Anwohnern der Venloer Straße favorisierte Lösung sei mit 425 000 Euro für die Gemeinde immer noch günstiger als die mit einem Landeszuschuss. Dass der von den Bürgern gewünschte Rückbau aller Wahrscheinlichkeit nach nicht förderfähig ist, liegt daran, dass er unter dem Strich zu wenig "Grün" enthält.

Die Frage, ob nicht ein Kompromiss aus beiden Varianten erarbeitet werden könnte, ebnete den Weg für die Einsetzung einer Planwerkstatt: Bürgermeister Albert Glöckner ließ erkennen, dass er über die Höhe von neun Euro pro Quadratmeter mit sich reden lasse, drängte jedoch darauf, dass die Planwerkstatt so zügig wie möglich zu einem Ergebnis komme.

Dies will auch die IG, allerdings ohne von ihrer Grundsatzforderung abzuweichen: "Wir werden auch weiterhin darauf pochen, dass für die Anwohner keine Kosten anfallen", betonte Hans-Ludwig Piel.

(NGZ)