UWG trägt den Doppelhaushalt in Rommerskirchen mit

Gemeinde-Etat : UWG trägt den Doppelhaushalt mit

Erste Weichen hat die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Rommerskirchen am Wochenende gestellt. Sie gab ein klares Bekenntnis zum Doppelhaushalt ab, Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger kündigte an, dass man dem Finanzwerk in der abschließenden Ratssitzung zustimmen werde.

Nach heutigem Stand ist ebenso klar, dass die UWG bei der Kommunalwahl im Herbst 2020 erneut antreten wird - eine entsprechende Absichtserklärung gaben die Mitglieder bei  ihrer Versammlung am Samstag ab.

Die Formalien waren schnell abgehakt. Nachzuwählen war der Stellvertreter des Parteivorsitzenden Willi Feil: Einstimmig bestätigten die Mitglieder Jörg Krücker in seinem Amt. Nachdem auch zügig zwei Kassenprüfer gefunden wurden, machten sich die UWGler schnell ans Inhaltliche. Dass sie dem Haushalt zustimmen werden, ist vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass sie beispielsweise ein Thema, das ihnen am Herzen liegt, gebührend berücksichtigt sehen: die Verbesserungen bei den Freizeit- und Wirtschaftswegen. Dort hat sich die UWG intensiv eingebracht und sich dafür stark gemacht, dass entsprechende Finanzmittel eingestellt werden. Nachdem alle Wege mehrfach abgegangen worden sind und festgelegt wurde, ob sie asphaltiert oder als Grünweg festgelegt werden, besteht eine Prioritätenliste.

Fraktionschefin Ulrike Sprenger erinnert daran, dass man als nur kleine politische Gruppe durch intensives Engagement einiges erreicht habe. Ein Beispiel sei das Mehrgenerationen-Wohnen, „das jetzt umgesetzt wird und aus einem Antrag von uns aus dem Jahr 2006 stammt. Manchmal dauert es halt etwas länger.“  Auch bei dem Graffiti-Projekt an der Bahn und dem Projekt „Nette Toilette“ hat sich die UWG eingebracht. Sprenger: „Wir waren beim Thema Konverter die einzige Partei, die das im letzten Wahlkampf auf der Agenda hatte, und wir haben die meisten Unterschriften gesammelt.“

Bei der Frage, ob die UWG im Herbst 2020 wieder antreten wird, spielt die personelle Besetzung eine zentrale Rolle. Ziel ist es, in den nächsten Monaten noch mehr Mitstreiter zu gewinnen, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Bei diesem Punkt wird Sprenger ärgerlich und kritisiert die SPD: „Sie hat den kleinen Fraktionen mit ihrem Antrag, auf zwei Ausschüsse zu verzichten, sehr geschadet.“ Denn durch den Wegfall des Gemeindeentwicklungsausschusses und des Ausschusses Sicherheit und Verkehr seien Möglichkeiten entfallen, wo sich politische Neulinge als Sachkundige Bürger engagieren könnten. Sprenger: „Bürger, die sich für Kommunalpolitik interessieren, etwas bewegen wollen und zu uns kommen, die wollen nicht nur theoretisch diskutieren. Da wäre es einfach hilfreich, wenn sie in Ausschüssen mitmachen könnten. Das hat die SPD jetzt verhindert.“ Mit der Arbeit von Bürgermeister Martin Mertens (SPD) ist die UWG, so Sprenger, gleichwohl zufrieden: „Da haben wir nichts Großes auszusetzen.“