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Rommerskirchen: Unermüdliche "Heldinnen"

Rommerskirchen : Unermüdliche "Heldinnen"

Der stellvertretende Landrat Hans-Ulrich Klose hatte die Seniorengruppe der Butzheimer Begegnungsstätte 2007 für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Das Team macht unverdrossen weiter und will 2014 25-Jähriges feiern.

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren sind die Verantwortlichen der in der Begegnungsstätte Alte Schule aktiven Seniorengruppe zu "Heldinnen des Alltags" gekürt worden. Bei einer von der Neuß-Grevenbroicher Zeitung und RWE initiierten Aktion belegte das Team um Elisabeth Roesberger seinerzeit den zweiten Platz.

Und heute? "Wir hoffen, dass wir 2014 unser 25-jähriges Bestehen feiern können", sagt Elisabeth Roesberger (75). Nach wie vor laden sie und ihre Mitstreiterinnen jeden zweiten Donnerstag im Monat zum Kaffee und bieten von Mai bis September Bustouren an. "40 Teilnehmerinnen sind in der Regel beim Kaffee dabei", erzählt die Nettesheimerin, die wie ihre Kolleginnen in den vergangenen 23 Jahren mit ihrem Engagement nicht einen Cent verdient hat. In den Anfängen waren auch Männer dabei, doch die haben sich verflüchtigt — auch wenn sie willkommen wären. Anders sieht dies bei den Ausflügen aus, die zu so illustren Zielen führen wie zuletzt zur Straußenfarm in Remagen: Da sind auch die Männer mit von der Partie, so dass mit 60 bis 65 reiselustigen Senioren der Bus stets bestens gefüllt ist.

Lange bevor es das Netzwerk 55 plus gab, ist die Seniorengruppe im Zuge der Butzheimer 1000-Jahrfeier 1987 entstanden. Ihre Zielgruppe liegt ab 60 Jahren aufwärts. Christa Weiler, die ebenso noch zum Team gehört wie Kathi Schmitz und die Vorsitzende Marianne Michels, hatte die Idee. Bei dem ein Jahr lang gefeierten Ortsjubiläum hatten die Frauen für die Verköstigung der Gäste gesorgt und Geschmack daran gefunden. Im März 1989 startete die Seniorengruppe, die auf rein privater Basis ohne Unterstützung oder finanziellen Rückhalt irgendeiner Organisation tätig ist. Ihr Domizil ist die damals zur Begegnungsstätte umgebaute Alte Schule. Für deren Nutzung müssen die Frauen seit einigen Jahren einen Obolus an die St. Sebastianus-Bruderschaft zahlen, die von der Gemeinde mit der Verwaltung des Gebäudes betraut worden ist. Geändert hat sich seit der Auszeichnung vor fünf Jahren gleichwohl etwas: Statt monatlich zweimal gibt es jetzt nur noch einmal eine Kaffeerunde. Das Team ist jetzt vier- statt früher zehnköpfig.

Gleich geblieben ist dagegen der Geschmack der Teilnehmerinnen: Wie Kathi Schmitz deutlich macht, hat den Udo Jürgens mit seinem Hit auf den Punkt gebracht: "Die Damen bevorzugen Sahnetorten aller Art und Bizetkuchen." Ein Teil des Erfolgsrezepts: Alles ist selbst gebacken.

(S.M.)