Umwelttag in Rommerskirchen 1000 Helfer bei „Fit für den Frühling“

Rommerskirchen · Kleinmüll, Geräte, Autoreifen – das Bild, das sich den freiwilligen Helfern am Umwelttag in Rommerskirchen bot, war verheerend. Insgesamt wurde allerdings weniger Müll gesammelt als in den Vorjahren.

 Beim Umwelttag der Gemeinde sammelten viele Helfer Müll, den hier Schützen, Kreisjägerschaft und andere Helfer auf dem Kirmesplatz in Widdeshoven zusammentrugen. Bürgermeister Martin Mertens (M.) dankte den Freiwilligen.

Beim Umwelttag der Gemeinde sammelten viele Helfer Müll, den hier Schützen, Kreisjägerschaft und andere Helfer auf dem Kirmesplatz in Widdeshoven zusammentrugen. Bürgermeister Martin Mertens (M.) dankte den Freiwilligen.

Foto: Woitschuetzke,Andreas (woi)

Tische und anderer Sperrmüll, Kanister und teilweise schadstoffbelastete Gefäße wie Farbeimer, die eigentlich in den Sondermüll gehören, sowie jede Menge Papier und Plastik, Zigarettenstummel und Co – das ist die Bilanz des Umwelttages, den die Gemeinde Rommerskirchen seit genau zwei Jahrzehnten veranstaltet. „Fit für den Frühling“ lautete das Motto für den Frühjahrsputz, der jedes Jahr von vielen hundert Freieilligen unterstützt wird. Während in den vergangenen Jahren stets etwa zwölf Tonnen Müll gesammelt wurden, zeichnete es sich dieses Mal schon früh ab, dass es etwas weniger war.

„Wir freuen uns sehr über die tolle Beteiligung“, lobte Bürgermeister Martin Mertens das überragende Engagement von Rommerskirchener Vereinen, Familien, Einzelpersonen, Schulen, Kindergärten sowie einer großen Gruppe Flüchtlinge. Sie alle packten am Samstag gemeinsam kräftig an, um die Gemeinde von Müll und Unrat zu befreien, der sich allzu gerne an versteckten Ecken inmitten der Natur, an Straßenrändern und Kreuzungen sammelt. „Es ist sehr ärgerlich, dass es immer noch Menschen gibt, die ihren Müll ohne Rücksicht auf Verluste wild entsorgen“, betonte Mertens. Er hat die Müllsammler in den verschiedenen Ortsteilen besucht und lobte: „Überall war etwas los, Sack um Sack wurde gefüllt.“

Hans Schumacher und Rudolf Reimert von der Gemeinde Rommerskirchen haben einige Veränderungen in der Entsorgungsmentalität beobachtet: „Schnapsflaschen sind deutlich mehr geworden, allein am Steinbrink haben die Sammler stolze 400 kleine Jägermeister-Flaschen gefunden. Viele Reifen wurden wild entsorgt, das ist eine riesige Katastrophe. Allein in Anstel wurden rund 150 Reifen in einem Feld abgeladen“, erklärte Schumacher. „Papier und Plastik sind nicht mehr geworden, aber die Geräte wie ausgediente Kühlschränke oder Backofen machen uns Sorgen. Es gibt tatsächlich Leute, die ihren Müll bewusst in der Landschaft entsorgen.“ Insgesamt erwecke das Bild, das sich den Sammlern am Samstag bot, den Eindruck, dass weniger Privatleute als „ein paar Spinner, die Entsorgungskosten sparen wollen“, ihren Müll einfach in der Natur abladen.

Als Dankeschön gab es für die fleißigen Helfer in der Gillbachschule Erbsensuppe und gekühlte Getränke, in den übrigen Stadtteilen fanden die Treffen für die Helfer in den Schützenhäusern oder anderen offiziellen Gebäuden statt. Während sich die Helfer stärkten, luden die Mitarbeiter von Schönmakers die prall gefüllten blauen Müllsäcke in ihr Transportfahrzeug.

Dirk Fetten vom Bürgerverein Rommerskirchen hatte mit einigen anderen Mitgliedern auch die Handschuhe angezogen und den Bereich Vanikumer Straße von viel Unrat befreit. „Viele Bierflaschen, Flachmänner, Papier von Pfefferminzbonbins und Kaugummi – wir haben allein dort vier Säcke gefüllt“, resümierte er.

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