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Rommerskirchen: "Turmbläser" in St. Martinus

Rommerskirchen : "Turmbläser" in St. Martinus

Seit Sonntag hat die katholische Gemeinde in Nettesheim ein eigenes Pfarrorchester. Die "Turmbläser von St. Martinus Nettesheim" wollen zwei Mal im Jahr die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts übernehmen.

Neben dem Kirchenchor und den "Martinus-Kids" hat die Gemeinde St. Martinus seit gestern erstmals überhaupt auch ein Pfarrorchester. Für die "Turmbläser von St.Martinus Nettesheim" war die heilige Messe anlässlich des Palmssonntags zwar das erste "Heimspiel", ihre Premiere liegt allerdings gut vier Monate zurück.

Vor gut einem Jahr bereits fragte nämlich Bürgermeister Albert Glöckner Peter Mahr, ob er nicht bereit sei, als Trompeter beim adventlichen "Dankeschön-Konzert" der Gemeinde Rommerskirchen aufzutreten. Mahr sagte zu und brachte mit Ralf Berger sowie den Brüdern Joachim und Friedhelm Winkels noch zwei Trompeter sowie einen Posaunisten mit. Für die Erstellung des Programms war natürlich ein Name nötig und den fand Peter Mahr spontan: "Wir sind die Turmbläser von St. Martinus Nettesheim." Den Musikern hatte der vorweihnachtliche Auftritt derart gut gefallen, dass sie auch in diesem Jahr wieder beim Adventskonzert teilnehmen wollen. Da es bis dahin noch eine ganze Weile hin ist und das inzwischen durch Posaunist Bernhard Claßen verstärkte Orchester regelmäßig im Nettesheimer Pfarrheim probt, war eine Übereinkunft mit Monsignore Franz Josef Freericks schnell gefunden. "Wir können zwei Mal im Monat proben, dafür steht das Ensemble der Pfarre Nettesheim zwei Mal im Jahr kostenlos zur Verfügung", beschreibt Peter Mahr den "Deal". Die vom Jugendheim zur Kirche führende Palmprozession der Gläubigen begleiteten die Turmbläser gestern mit Jeremiah Clarkes "The Prince of Denmarks March", während sie im Gottesdienst selbst unter anderem Stücke von Carl Maria von Weber und Joseph Haydn boten.

"Wir sind uns einig darüber, dass wir hierdurch nicht das große Geld verdienen können", sagt Peter Mahr. Das Motiv der "Turmbläser" bestehe vielmehr darin, durch ihre eigene Freude an der Musik "anderen Menschen ein Stück Lebensfreude zu geben und so unseren Beitrag zu einem geselligen harmonischen Miteinander zu einem geselligen harmonischen Miteinander zu leisten." Kirchenmusikerin Melanie Dietershagen begrüßt das neue Pfarrorchester ebenso wie Freericks: "Ich freue mich, dass sich die Turmbläser bereit gefunden haben, den Gottesdienst lebendig und abwechslungsreich mitzugestalten." Nach dem gelungenen Einstand stehen neue Termine noch nicht fest. Weihnachten wird es nicht klappen, im Gespräch ist noch ein Gastspiel während des Gottesdienstes anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft mit Mouilleron le Captif im Mai.

(NGZ)