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Rommerskirchen: Tierschutzverein will weiter investieren

Rommerskirchen : Tierschutzverein will weiter investieren

Nach der Fertigstellung des Hundehauses, die mit rund 150.000 Euro zu Buche schlug, will das gerade komplett wiedergewählte Vorstandsteam um Uta Wegener die Renovierung des ehemaligen Bahnhofs in Angriff nehmen.

Die Arbeit hört nicht auf für Vorstand und Beirat des Tierschutzvereins für den Kreis Neuss, der das Tierheim in Oekoven trägt. Kaum ist das neue Hundehaus fertig, das rund 150.000 Euro gekostet hat, da besteht schon wieder Handlungsbedarf. Als nächstes großes Projekt wird der Verein aller Voraussicht nach den ehemaligen Bahnhof Oekoven renovieren, den er im Jahr 2001 erworben hatte, um mehr Platz für die Unterbringung von Tieren zu gewinnen. Seinerzeit war dazu die alte Werkhalle umgebaut worden. Im Bahnhof gibt es noch alte Tore, die an solche in Scheunen erinnern und die sich in einem schlechten Zustand befinden, wie Uta Wegener, die gerade bei der Jahreshauptversammlung wiedergewählte Vorsitzende (siehe dazu auch Info), berichtet. "Am liebsten wäre es mir, wenn wir dort Fensterelemente einsetzen würden", sagt sie.

Letztendlich ist es wahrscheinlich eine Frage des Geldes, in welchem Umfang die Renovierung ausgeführt wird. Wegener rechnet mit Kosten in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro. Immerhin: Aus der Bevölkerung gibt es Unterstützung. Eine Initiative hat Spendendosen für das Tierheim angeschafft, mit denenen in örtlichen Geschäften für die Einrichtung gesammelt wird, und will im Mai einige Arbeiten im Heim in Eigenleistung erledigen. Drei Bürger aus diesem Kreis seien in den Tierschutzverein eingetreten und auch bei der Mitgliederversammlung anwesend gewesen, erzählt Wegener. Die bald 71-Jährige wünscht sich im Prinzip "schon seit zehn Jahren", dass in Zukunft - nach einer Einarbeitungszeit - auch neue und gegebenenfalls jüngere Leute dauerhaft Verantwortung und ein Vorstandsamt im Tierschutzverein übernehmen.

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Einnahmen, die über die aus den Beiträgen der aktuell 344 Vereinsmitglieder hinausgehen, kann der Tierschutzverein ebenfalls immer gut gebrauchen - aus Patenschaften für Tiere und den Tierheimbetrieb, besonders aber aus Spenden und Erbschaften. Gerade erst wurden dem Verein in einem Erbschaftsstreit von einem Gericht 73.000 Euro zugesprochen. Da indes ursprünglich eine Summe in Höhe von 130.000 Euro im Raum stand, überlege man noch, in Berufung zu gehen; eine abschließende Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, informiert Wegener.

Grundsätzlich seien Erbschaften zwar sehr erfreulich, aber kein Grund, allzu großzügig mit dem Geld umzugehen. Das nämlich sei erfahrungsgemäß schnell aufgebraucht, weiß Wegener, "schließlich muss immer viel gemacht werden." Allein die Tierarztkosten belaufen sich nach ihren Worten im Jahr auf etwa 40.000 Euro. Und ein finanzieller Puffer müsse für Notfälle unbedingt vorhanden sein - zum Beispiel, wenn eine größere Anzahl Tiere gleichzeitig erkranke.

Wer den Tierschutzverein, der außer für Rommerskirchen auch für Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch zuständig ist, unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an die Vorsitzende wenden: utawegener@aol.com. Vorabinformationen gibt es auf den Tierheim-Seiten im Internet unter www.tierheim-oekoven.de

(NGZ)