Talente am BvA mit Rat und Tat fördern

Am Bettina-von-Arnim-Gymnasium: Talente mit Rat und Tat fördern

20 Elftklässler des BvA beteiligen sich am Talentscouting-Programm des Landes.

Lotta Mühlenbeck (16)  Elham Abughedah (17) und Lukas Reichert (17) besuchen gemeinsam das elfte Schuljahr (Q1) am Bettina-von-Arnim-Gymnasium und machen 2019 ihr Abitur. Was ihre spätere Berufswahl angeht, haben die drei durchaus schon ihre Vorstellungen, doch Ratschläge und Informationen sind  nicht allein bei ihnen willkommen. Lotta, Elham und Lukas sind drei von 20 Schülern ihrer Jahrgangsstufe, die beim Talentscouting mitmachen, das das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität anbietet. 70 zertifizierte Scouts begleiten derzeit an mehr als 300 Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien etwa 10.000 junge Talente. Denen stellt sich die Frage, ob sie nach dem Abitur eine Ausbildung machen oder studieren sollen, beziehungsweise wie sich beides nacheinander oder im dualen System nebeneinander realisieren lassen könnte. Den 20 Dormagener Talenten steht Simone Jawor-Jussen mit Rat und Tat zur Seite, die gemeinsam mit vier Kollegen an Schulen des Rhein-Kreises Neuss und in Düsseldorf ein Netzwerk aufbaut.

In Deutschland entscheiden oftmals die familiären Hintergründe über den Bildungsweg. Hier setzt das NRW-Talentscouting an und will gezielte Gegenakzente setzen. Unter dem Motto „Talente Willkommen!“ ermutigen die Talentscouts in enger Abstimmung mit allen am Studien- und Berufswahlprozess Beteiligten talentierte Jugendliche aus Familien ohne akademische Erfahrung, sich ein Studium oder eine Berufsausbildung zuzutrauen und unterstützen sie dabei, diesen Weg zu beschreiten. „Mit dem Talentförderungsprogramm ermöglichen wir gleiche Bildungschancen und kommen dem gemeinsamen Ziel, den Übergang von der Schule zur  Hochschule so erfolgreich wie möglich zu gestalten ein großes Stück näher“, erläutert Oberstufenkoordinator Friedhelm Bongartz. Die Tendenz ihres  jeweiligen Berufswunschs haben die Gespräche mit Jawor-Jussen  bei den drei Jugendlichen bislang nicht verändern können. Wohl aber konnten sie diesen mit weiteren Informationen unterfüttern.  Bei Lotta Mühlenbeck gibt es eine noch nicht ganz verfestigte Neigung, sich nach dem Abi beruflich in Richtung Design zu orientieren, während Elham Abughedah mit ihrem Wunsch, sich beruflich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen, schon entschiedener zu sein scheint. Gleiches gilt für Lukas Reichert, der seine berufliche Zukunft im Handwerk sieht.

(S.M.)
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