Rommerskirchen: Tafel sucht neue Bleibe

Rommerskirchen : Tafel sucht neue Bleibe

Nach zwei harten Wintern sucht die Rommerskirchener Tafel ein beheizbares Domizil. Die von TV-Koch Horst Lichter gespendeten 100 000 Euro sind dabei eine Hilfe, doch muss auch das Gebäude passen. Gespräche laufen inzwischen.

Angesichts des herbstlichen Wetters der vergangenen Tage geht bei der Rommerskirchener Tafel schon jetzt die Furcht vor dem Winter um. "Ich möchte nicht einen dritten Winter frieren müssen", sagt Margret Lichter mit Blick auf die marode und nicht mehr zu reparierende Heizungsanlage im Tafel-Domizil an der Eckumer Kastanienallee.

Allein steht sie mit dieser Meinung nicht, hat doch das gesamte Tafelteam in den vergangenen Wintern tüchtig gefroren. Margret Lichter und Tafel-Sprecherin Heidrun Zellekens haben sich daher auf die Suche nach einer neuen Bleibe begeben. Abgesehen von der kaputten Heizung war das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Kastanienallee ohnehin stets nur als Provisorium gedacht: Die Gemeinde hat es längst an einen privaten Investor in Köln verkauft und nur weil dieser das Gelände zurzeit nicht bebauen mag, steht der einstige Kindergarten überhaupt noch.

"Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir das Gebäude nutzen konnten", sagt Heidrun Zellekens. Von Oktober bis ins Frühjahr hinein ist es im bisherigen Tafel-Quartier indes kalt und feucht. Der permanente Einsatz von Elektroöfen und Entfeuchtern hat einen gehörigen Anteil an "den enormen Stromkosten der beiden vergangenen Jahre", wie Heidrun Zellekens sagt.

Einen gewissen Spielraum bei der Suche nach einer geeigneten Alternative hat der Tafel der Gewinn von TV-Koch Horst Lichter bei Jörg Pilawas Show im ZDF vor einigen Monaten verschafft. Lichter unterstützt die Tafel mit 100 000 Euro. Einerseits ein ansehnlicher Betrag, andererseits ist der natürlich nicht ausreichend, um damit gleich eine Villa zu kaufen. Die soll es auch gar nicht sein, wie Lichters Mutter deutlich macht: "Nötig wäre ein 150 bis 200 Quadratmeter großes Gebäude inklusive Lagerraum", sagt Margret Lichter.

Denkbar wäre Heidrun Zellekens zufolge auch "ein Grundstück mit Pacht, auf dem ein uns wohlgesonnenes Unternehmen eine beheizbare Halle aufstellen könnte." Eine weitere Notwendigkeit: Das neue Domizil der Tafel müsse innerhalb des Gemeindegebiets möglichst zentral liegen. Womit sich die Auswahl, so sie denn bestehen sollte, im wesentlichen auf die Ortschaften Rommerskirchen und Eckum beschränkt. Mit Monsignore Franz Josef Freericks hat Margret Lichter bereits über mögliche Alternativen zur aktuellen Tafel-Unterkunft gesprochen.

Morgen steht ein Gespräch mit Bürgermeister Albert Glöckner auf ihrem Terminkalender.

(NGZ/rl)