Rommerskirchen: Sternsinger sind in fünf Gemeinden unterwegs

Rommerskirchen: Sternsinger sind in fünf Gemeinden unterwegs

Viele Kinder, die heute den Segen "C+M+B" an die Häuser schreiben, sind schon seit langem bei den Sternsingern aktiv.

In allen fünf katholischen Pfarreien sind heute wieder die Sternsinger unterwegs. Für die Kinder ist der Brauch unvermindert populär, wie die Zahl von weit mehr als 100 Jungen und Mädchen zeigt, die an der diesmal unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!" stehenden, 60. Aktion Dreikönigssingen teilnehmen. Bei der wird um Spenden für Kinderprojekte in Indien geworben.

Die "Mobilisierung" der kleinen drei Könige verlief indes zum Teil vollständig konträr, wie das Beispiel der beiden größten Gemeinde am Gillbach, St. Martinus Nettesheim und St. Peter Rommerskirchen, zeigt. "In St. Martinus ist es zunächst sehr gut angelaufen", berichtet Gemeindereferentin Margret Keusgen.

Kurz vor Weihnachten flaute es dann jedoch ab, nicht zuletzt deshalb, weil Kinder ihre zuletzt zum Nikolaustag verschickten Anmeldeformulare buchstäblich auf die lange Bank geschoben hatten. Eine Tanzgruppe der Karnevalsabteilung in der Katholischen Frauengemeinschaft, die eigentlich hätte trainieren sollen, konnte letztlich doch noch für den heutigen Sternsinger-Einsatz gewonnen werden. Genau entgegengesetzt lief es in der Gemeinde St. Peter, wo zeitweise sogar die Gefahr drohte, dass es diesmal keine Sternsinger geben könnte. "Hier wurde es nach Weihnachten sogar zu einer richtigen Welle", erzählt Margret Keusgen.

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Jessica Friedrich und einige andere Mütter nahmen sich gemeinsam mit Kirchenmusikerin Melanie Dietershagen der Sache an und waren am Ende erfolgreich. Nach Weihnachten wurden die königlichen Roben genäht, und am Ende kamen dann rund 60 Sternsinger zusammen, die heute den Segen "Christus segne dieses Haus" bringen und für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln. Die Motivation mag unterschiedlich sein, gemeinsam ist allen, dass sie mit großem Spaß dabei sind. Beim elfjährigen Caspar, der heute in Nettesheim unterwegs sein wird, war bereits der Vater Sternsinger, und überhaupt "sind wir eine sehr katholische Familie", wie der Knechtstedener Gymnasiast durchaus verschmitzt sagt.

Auch der elfjährige Leo und die zehn Jahre alte Gesa sind bereits erfahrene Sternsinger. Eva (8) ist heute in Anstel unterwegs und fürchtet sich ebenso wenig wie die anderen Könige vor einem langen Fußweg. "Die Betreuer liegen eher in den Seilen als die Sternsinger", sagt Gemeindesekretärin Stephanie Dunkel. Der jüngste König ist übrigens gerade mal vier Jahre alt.

Die Kinder in Nettesheim werden heute früh nach einer kurzen Andacht in St. Martinus aufbrechen und nach einer Mittagspause bis Einbruch der Dunkelheit unterwegs sein. Um 17 Uhr nehmen die Sternsinger dann an der heiligen Messe zum Dreikönigstag teil. Während in Nettesheim die von Stefan Lütticke als Mittagessen gekochten Spaghetti Bolognese schon Kult bei den Kindern sind, gibt es für die Sternsinger in Rommerskirchen zur Belohnung für ihr Engagement eine Kinder-Disco, wie Jessica Friedrich verrät.

(NGZ)