Rommerskirchen: Standort überregional begehrt

Rommerskirchen : Standort überregional begehrt

Das im Jahr 2000 gegründete Wirtschaftsbüro des Rathauses habe seither "erfolgreiche Arbeit geleistet". Diese These belegte dessen Leiter Elmar Gasten im Wirtschaftsausschuss mit aussagekräftigen Zahlen.

Als das Wirtschaftsbüro des Rathauses vor mittlerweile zwölf Jahren seine Tätigkeit aufnahm, bedurfte es schon eines gewissen Aufwands, potenziell interessante Unternehmen davon zu überzeugen, dass Rommerskirchen ein geeigneter Standort sei. Dies hat sich in den vergangenen Jahren geändert, wie Elmar Gasten gestern im Wirtschaftsausschuss deutlich machte: Die erfolgreichen Ansiedlungen hätten sich auch bei anderen Unternehmen herumgesprochen, so dass sich die Nachfrage nach geeigneten Gewerbeflächen "auf hohem Niveau stabilisiert" habe, erklärte der Leiter des Wirtschaftsbüros in seinem alljährlichen Lagebericht. Auch wenn naturgemäß nicht alle Anfragen auch in einer Ansiedlung mündeten.

Allein in den vergangenen Monaten habe die Gemeinde Notarverträge für vier Grundstücke mit einem Gesamtvolumen von 7500 Quadratmetern abschließen können. Der dickste Fisch, den das Wirtschaftsbüro an Land ziehen konnte, ist das Kölner Unternehmen Streland. Die seit vergangenem Herbst andauernden Verhandlungen konnten im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Der Verkauf eines gut 15 000 Quadratmeter großen Grundstücks im Gewerbepark III wurde unlängst besiegelt. Was den Chef des Wirtschaftsbüros besonders freut: Rommerskirchen ist es dabei gelungen, gleichzeitig mit der Firma Streland verhandelnde Nachbarstädte abzuhängen. Das bislang in Köln ansässige Unternehmen ist ein metallverarbeitender Familienbetrieb, der in mittlerweile vierter Generation geführt wird. Neben der Tankstellentechnik zählen der Stahlbau sowie die Blech- und Profilverarbeitung zu seinen Schwerpunkten. Das Unternehmen wird mit etwa 60 Mitarbeitern in die Gemeinde wechseln.

Zentrales Ziel bei der Vermarktung von Gewerbeflächen ist nach Elmar Gastens Worten die Steigerung der Zahl der "ortsnahen Arbeitsplätze" sowie der Gewerbesteuer. Gab es 2002 noch 1084 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze waren es zuletzt 1416. Gab es im Jahr 2000 in der Gemeinde 87 Gewerbesteuerzahlende, konnte deren Anzahl bis 2008 auf 183 gesteigert werden. Die Wirtschaftskrise forderte ihren Tribut: 2009 waren es noch 133. Seit 2010 hat sich die Lage indes gebessert und die Zahl der Gewerbesteuerzahler ist von 140 auf 167 gewachsen. Was die Gewerbesteuer angeht: Die lag 2000 bei 1,3 Millionen Euro erreichte 2010 ihren Höchststand von 3,3 Millionen und ging laut Elmar Gasten "konjunkturbedingt" 2011 auf 2,3 Millionen Euro zurück.

(NGZ)
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