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Rommerskirchen: Spitze beim Schulwechsel

Rommerskirchen : Spitze beim Schulwechsel

Deutlich mehr Kinder aus Rommerskirchen wechseln nach der Grundschule auf Gesamtschule oder das Gymnasium. Aber nicht alle Kinder, die auf die Gesamtschule wollen, werden auch genommen.

Rommerskirchener Kinder besuchen erheblich häufiger ein Gymnasium als dies im Landesdurchschnitt üblich ist. Das teilte jetzt Monika Lange vom Büro für Schule, Kinder und Jugend auf Anfrage der FDP mit.

Demnach hat sich der bereits im vergangenen Jahr erzielte Wert bestätigt, wonach 52 Prozent aller Kinder, die eine der drei Grundschulen am Gillbach besucht haben, nach dem vierten Schuljahr aufs Gymnasium gehen — im Landesdurchschnitt sind es gerade einmal 36,5 Prozent.

Insgesamt 27 Prozent aller Grundschüler besuchen anschließend die Realschule, wobei dort der Landesdurchschnitt mit 28,4 Prozent nur unwesentlich höher liegt. 13 Prozent gehen nach der Grundschule auf die Hauptschule, im Landesdurchschnitt sind es 14,5 Prozent.

Wenig Plätze in Gesamtschule

Eine deutliche Abweichung ergibt sich wiederum bei den Gesamtschulen: Werden diese in Nordrhein-Westfalen von durchschnittlich 17,9 Prozent aller Grundschüler gewählt, sind es in Rommerskirchen lediglich acht Prozent.

Ursächlich dafür ist nach den Worten von Monika Lange "die geringe Anzahl von Plätzen in den Gesamtschulen in Grevenbroich, Dormagen und Pulheim". Monika Lange weiter "Mehr als 50 Prozent aller an den Gesamtschulen angemeldeten Kinder können aufgrund der Platzkapazität dort nicht angenommen werden."

Betroffen sind von diesem Umstand sind natürlich auch Kinder aus Rommerskirchen, wenngleich in unterschiedlichem Maße, wie eine Umfrage bei den Schulleitungen ergeben hat. Völlig problemlos stellte sich die Sache offensichtlich bei Jungen und Mädchen dar, die die Kastanienschule in Hoeningen besuchen.

Sechs Kinder wollen nach den Sommerferien die Gesamtschule besuchen, alle wurden "problemlos" angenommen, wie Schulleiterin Gabriele Domhof berichtet: Fünf Kinder aus Hoeningen besuchen demnach nach den Sommerferien die Käthe-Kollwitz-Schule in der Südstadt, eines wird zur Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim gehen.

Von den zehn Kindern der Rommerskirchener Gillbachschule, die im August auf die weiterführende Schule wechseln werden, wurden laut Rektorin Elke Lorleberg acht an einer der drei Gesamtschulen der Umgebung angenommen.

Noch deutlicher sieht der Unterschied bei der Frixheimer Grundschule aus: Von sechs Anmeldungen an den Gesamtschulen wurden lediglich zwei akzeptiert, drei der Kinder mussten Schulleiterin Astrid Kleine zufolge auf eine Hauptschule und eines auf die Realschule ausweichen.

(NGZ)