SPD Rommerskirchen ehrt Erika Lemke und Klaus Weber

Rommerskirchener SPD-Veteranen: SPD ehrt mit Erika Lemke und Klaus Weber verdiente Parteimitglieder

Noch in den späten 1950-er Jahren war ein Beitritt zur SPD keine bloße Formsache, wie der frühere Rommerskirchener Parteivorsitzende Klaus Weber jetzt bei der traditionellen Jubilarehrung der SPD im alten Rathaus verriet.

Obwohl schon längere Zeit bei den „Falken“ aktiv und damit auch im Vorstand der lokalen SPD, galt es bei einem Parteieintritt unter anderem gediegenen Kenntnisse im Plakatekleben nachzuweisen.

Seit mittlerweile 60 Jahren ist Weber inzwischen Sozialdemokrat und damit der wohl „dienstälteste“ der SPD am Gillbach. In den 1990-er Jahren war er längere Zeit Vorsitzender des damaligen SPD-Gemeinderats, und auch dem Rat gehörte der 79-Jährige ein Jahrzehnt lang an. Der heutige SPD-Chef Johannes Strauch und die neue Fraktionsgeschäftsführerin Melanie Schumann zeichneten darüber hinaus Erika Lemke für ihre 40-jährige Mitgliedschaft aus. Sie war von 1983 bis 1999 stellvertretende Bürgermeisterin und gehörte dem Rat 20 Jahre lang an – als eine der ersten Frauen überhaupt. Die gebürtige Bremerin fand sich auch zur eigenen Überraschung schon bald gut im ihr eigentlich fremden, rheinischen Schützen-Milieu zurecht. „ich habe mir extra einen rosa Hut gekauft, um damit aufzufallen“, verriet die 86-Jährige. Mit einem Schützen in Ramrath öffentlich den Hut getauscht zu haben, trug wesentlich dazu bei, ihr bei den Brauchtumshütern gehörigen Respekt und das richtige „standing“ zu verschaffen. Gleichfalls 40 Jahre Mitglied in der SPD sind Marita Schmitz und Irene Kapp, die früher bei der SPD-Geschäftsstelle in Grevenbroich tätig war. Zu den Gratulanten zählten natürlich auch Bürgermeister Martin Mertens und der SPD-Kreisvorsitzende Daniel Rinkert. Nachdem Johannes Strauch in seinem Jahresrückblick aus der Sicht der örtlichen SPD eine positive Bilanz ziehen konnte, fiel die von Rinkert naturgemäß anders aus. Zu einer neuerlichen Debatte über die „GroKo“ kam es indes nicht. Johannes Strauch beließ es dabei, den Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass zu zitieren, der in diesem Zusammenhang einmal von einem „Anschlag auf die Demokratie“ gesprochen hatte.

(S.M.)
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