SPD: Rhein-Kreis soll Löschwasserhydrant im Feldbahnmuseum anlegen

Rommerskirchen-Oekoven: Streit um Feldbahnmuseum : SPD im Kreisausschuss: „Kreis soll dem Feldbahnmuseum helfen“

Der Rhein-Kreis Neuss soll das Feldbahnmuseum in Rommerskirchen-Oekoven durch die Einrichtung eines Löschwasserhydranten unterstützen. Dies fordert die SPD-Fraktion im Kreistag für die kommenden Dienstag, 12. Dezember, anstehende Sitzung des Kreisausschusses.

Zu diesem Zweck soll „eine Abzweigung vom Hydranten am Tierheim Oekoven durch einen bereits vorhandenen Versorgungstunnel verlegt“ werden. Die Kosten dafür würden vom Haushalt des Kreises getragen, wie dem SPD-Antrag zu entnehmen ist.

Hintergrund ist die Aufhebung der im April verhängten Ordnungsverfügung des Kreises im Zuge eines vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf geschlossenen Vergleichs. Bei einem Ortstermin vor etwas mehr als zwei Wochen hatte die zuständige Richterin auf einen solchen Vergleich gedrungen. Der Rücknahme der Ordnungsverfügung durch den Kreis entsprach auf Seiten des Museumsvereins der Verzicht auf Schadensersatzforderungen gegen den Kreis, die MUseumschef Marcus Mandelartz sehr schwer fielen.

SPD-Fraktionschef Rainer Thiel weist in dem Antrag auf „immense finanzielle Verluste“ hin, die dem Verein durch die Ordnungsverfügung entstanden sind. Die entgangenen Einnahmen stellten den Verein angesichts notwendiger Investitionen in den Brandschutz nach wie vor vor existenzielle Probleme. „Verschärft wird dies durch den Umstand, dass die beliebten Nikolausfahren in diesem Jahr nicht stattfinden können“, heißt es in dem Antrag weiter.

Mit Blick auf die Solidaritätsaktionen aus Gesellschaft und Wirtschaft, die in den vergangenen Wochen liefen oder gestartet wurden, ist Thiel überzeugt: „Dieser Welle der Solidarität soll sich der Rhein-Kreis Neuss anschließen und zur nachhaltigen Verbesserung der Löschwasserversorgung und damit des Brandschutzes den Bau eines Löschwasserhydranten vollumfänglich aus Mitteln des Kreis-Haushaltes finanzieren.“

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Damit würde der Kreis auch die mehrfach genannte kreisweite und sogar überregionale Bedeutung des Museums und seinen großen kulturellen, touristischen und gesellschaftlichen Wert würdigen. Der Landschaftsverband hat Museumschef Marcus Mandelartz und seine Frau Ute erst im April – wenige Tage vor der Schließung des Museums – für deren Verdienste mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

Nach Thiels Auffassung würde die Unterstützung des Feldbahnmuseums in der von ihm genannten Form „zur Aussage des Landrates in der Sitzung des Kreisausschusses vom 29. August 2018 passen“.

In deren Sitzungsprotokoll heißt es: „Landrat Hans-Jürgen Petrauschke erklärte, dass die Verwaltung jederzeit versuche, dem Verein zu helfen und diesen auch finanziell unterstütze.“ Eine breite Zustimmung wäre aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion zudem „ein Signal der Wertschätzung“ für die Arbeit der vielen Ehrenamtler im Feldbahnmuseum.

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