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Rommerskirchen: SPD möchte Glöckner wieder aufstellen

Rommerskirchen : SPD möchte Glöckner wieder aufstellen

SPD-Chef Johannes Strauch sieht die Partei nicht unter Zeitdruck. Für ihn wäre Albert Glöckner auch der nächste Bürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten. Noch ist unklar, ob der sich für eine weitere Amtszeit entscheiden wird.

Nachdem die CDU vergangene Woche ihren Parteichef Michael Willmann zum Bürgermeisterkandidaten gekürt hat, gilt das Interesse nun natürlich der SPD und der Frage, wie sie es in Sachen Nominierung hält. Parteichef Johannes Strauch zufolge haben die Sozialdemokraten allerdings keinerlei Eile. "Wir fühlen uns durch die CDU-Entscheidung nicht unter Druck gesetzt", sagt Strauch. "Albert Glöckner ist unser Bürgermeister, er ist bis 2015 gewählt und wir hoffen, dass er sein Amt bis dahin wahrnimmt", betont der SPD-Vorsitzende.

Fröhliche Gesichter trotz des Regens: Bruderschaftskönig Carsten Janssen (4.v.li.) Brudermeister Heinz-Werner Vetten und Albert Glöckner. Foto: Hans Jazyk

Mit Blick auf die nächste Kommunalwahlperiode gebe es bei der SPD klare Präferenzen: "Aus unserer Sicht gibt es nur einen Kandidaten. Albert Glöckner hat eine hervorragende Arbeit gemacht und wir alle haben ihm viel zu verdanken. Wir werden ihn in jedem Fall auffordern, erneut zu kandidieren", kündigt Johannes Strauch an. Ob dieser allerdings eine neuerliche Nominierung annehmen würde, vermag auch der SPD-Vorsitzende derzeit nicht zu sagen: "Das kann er nur selbst für sich entscheiden." Das einzige, was sich der seit 1999 amtierende Bürgermeister seit seiner dritten Wahl 2009 entlocken ließ, war die Auskunft, sich mit einer endgültigen Entscheidung über seine politische Zukunft möglichst lange Zeit lassen zu wollen. Seine sechsjährige Amtszeit würde bis zum Sommer 2015 währen. Das neue NRW-Wahlgesetz gibt indes Bürgermeistern, die 2015 nicht mehr antreten wollen, die Möglichkeit, schon zur Kommunalwahl im Mai 2014 aus dem Amt zu scheiden, damit dann Bürgermeister und Räte für eine sechsjährige Wahlperiode neu gewählt werden können. Eine entsprechende Erklärung müsste bis 30. November abgegeben werden. Auch für den Fall eines vorzeitigen Amtsverzichts Glöckners wäre die SPD nach Strauchs Worten gewappnet. "Sollte er nicht weitermachen, hätten wir einen hervorragenden Bürgermeisterkandidaten, der in der Lage wäre, die Gemeinde als ,Kümmerer' im Stil und im Sinne Albert Glöckners weiter zuführen", sagt der SPD-Chef. Bei seiner Auffassung, dass CDU-Bewerber Michael Willmann kein geeigneter Rathauschef wäre, bleibt Strauch auch angesichts inzwischen laut gewordener Kritik an seiner ersten Stellungnahme nach dessen Nominierung. Er bedauere es, wenn seine Einschätzung, dass Michael Willmann "politisch grün hinter den Ohren" sei, diesen persönlich getroffen habe. Die Reaktion eines "Ghostwriters" bestätige ihn jedoch darin, "dass er nicht belastbar ist und keine Nehmerqualitäten hat", sagt Strauch. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Mertens sieht die SPD nach dem Votum für Willmann nicht in Zugzwang, "zumal Kandidaten sowieso erst 15 Monate vor Ende der Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters verbindlich aufgestellt werden können." Mertens zufolge "wird die SPD im Rat ihren Kurs mit unseren Partnern von FDP, Bündnisgrünen und UWG weiter fortsetzen." Mit Blick auf weit mehr als 90 Prozent einstimmig gefasster Ratsbeschlüsse, "würden wir uns freuen, wenn uns auch die CDU bei unserer Arbeit für unsere Gemeinde unterstützt" , sagt Mertens.

(NGZ)