Maiempfang der SPD in Dormagen „Die Landesregierung lässt die Kommunen im Stich“

Dormagen · Ernste Themen, aber auch einige Lacher gab es beim Maiempfang der SPD in der Kulturhalle in Dormagen. So verlief die Veranstaltung.

Sie waren dabei: Daniel Rinkert (von links), Erik Lierenfeld, Achim Post, Katja Creutzmann und Carsten Müller.

Sie waren dabei: Daniel Rinkert (von links), Erik Lierenfeld, Achim Post, Katja Creutzmann und Carsten Müller.

Foto: SPD Dormagen

Cannabis-Legalisierung, Flüchtlingsunterkünfte und die Europawahl – das waren Themen beim Maiempfang der SPD, der kürzlich in der Kulturhalle Dormagen stattgefunden hat.

Mehr als 100 Personen besuchten die Veranstaltung, darunter Mitglieder, Vertreter aus lokalen Vereinen, Unternehmen und Institutionen.

Zu Fingerfood und Getränken hörten die Anwesenden verschiedene Redebeiträge. Den Anfang machte Bürgermeister Erik Lierenfeld. Er nutzte die Anwesenheit von Achim Post als Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD, um auf die Situation der Kommunen einzugehen. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung lässt die Kommunen im Stich: Sei es bei den Kommunalfinanzen, der Cannabisregelung oder der Unterbringung von Flüchtlingen.“

Über die Angriffe auf Politiker sprach Daniel Rinkert, Dormagener Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD im Rhein-Kreis Neuss. „Die Angriffe auf Politikerinnen und Politiker machen mich fassungslos. Insbesondere in diesem Jahr, in dem wir 75. Jahre Grundgesetz feiern, gilt es Haltung zu zeigen und unsere Demokratie zu schützen.“

Über Themen der Ampel-Koalition sprach schließlich Achim Post. Zur aktuellen Diskussion um die Schuldenbremse machte Post deutlich: „Wir müssen in unser Land investieren. Wir müssen in Infrastruktur und in die Familien investieren und nicht überall kürzen“.

Der stellvertretende Vorsitzende der NRW-SPD stellte auch der aktuellen NRW-Landesregierung kein gutes Zeugnis aus und unterstrich noch einmal die Punkte von Bürgermeister Lierenfeld, dass die Kommunen in NRW allein gelassen werden.

Im Anschluss an die Redebeiträge hatten alle Gäste die Möglichkeit, den Rednern Fragen zu stellen. Die auf Bierdeckel geschriebenen Fragen, die sowohl politisch als auch persönlich waren, wurden durch Carsten Müller, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Dormagen, an die drei Redner weitergegeben und führten zu manchen Aha-Momenten und einigen Lachern.

Carsten Müller hatte in seiner Begrüßungsrede insbesondere über die Europawahl und die zunehmenden Angriffe auf Politiker und die Verrohung der Gesellschaft gesprochen. Am Schluss der Veranstaltung resümierte er den Maiempfang: „Es war eine wirklich schöne Veranstaltung und ich freue mich, dass so viele Personen aus Dormagen unserer Einladung gefolgt sind.“

(sku)
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