Freizeitspaß in Rommerskirchen Kleine Skateboarder lernen von echten Profis

Rommerskirchen · Auf der Skateranlage am Gorchheimer Weg endet heute der zweite Skateboard-Workshop.

 (Symbolbild)

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Foto: dpa

Wetterextreme sind offensichtlich ständige Begleiter der Skateboard-Workshops am Gorchheimer Weg. Nachdem bei der Premiere 2018 angesichts anhaltenden Regens kurzerhand in die damals frisch errichtete Werkshalle des Unternehmens Sinoma umgezogen werden musste, herrschten gestern Vormittag schon beim morgendlichen Start über 30 Grad im vorhandenen Schatten.

Rollende Räder bestimmen auch heute das Bild im Sportzentrum der Gemeinde. 25 Jungen und Mädchen (letztere etwas weniger vertreten) können dabei von echten Profis nicht nur die „Basics“ des Skatens, sondern auch manche Tricks und Finessen lernen. Der Workshop wird erneut in Kooperation zwischen der Gemeinde, dem Energieunternehmen innogy und der Initiative skate-aid aus Münster angeboten Zeichen gegen Gewerbesteuer-Dumpin – und zwar für die Teilnehmer kostenlos. Auch wenn sich die Einladung an bis zu 14-Jährige richtete, ummelten sich auf der Skateranlage fast ausschließlich Grundschüler. So etwa der siebenjährige Paul, der seit gut zwei Monaten Skateboard fährt. Dies tut er allerdings am liebsten auf der Straße, auf der Skateranlage war er bislang vor allem mit seinem BMX-Rad zugange. Simon (8) und Floyd (9) fahren seit einem Jahr, beziehungsweise zwei Monaten und versprechen sich von dem Workshop gute Tipps, wie die Beherrschung des Fahrgeräts verbessern können.

Die vermitteln ihnen erneut Jens Schnabel und zwei weitere Mitarbeiter von skate-aid aus Münster, einer Organisation, die 2009 der Skateboardpionier Titus Dittmann ins Leben gerufen hat. Die Organisation engagiert sich weltweit zugunsten einer besseren Zukunft für benachteiligte Kinder und Jugendliche – unabhängig von deren sozialer und kultureller Herkunft. Jens Schnabel, ehemaliger Profi-Skateboarder, verweist denn auch auf die Prinzipien Dittmanns, dem zufolge es beim Skaten nicht allein um Körperbeherrschung und Fitness, sondern um „selbstbestimmte Motivation“ geht.

Welche Kinder besonders talentiert sind, sehen die Experten schon nach wenigen Minuten. Gleichwohl lässt sich Schnabel zufolge die Handhabung eines Skateboards unabhängig von der Begabung prinzipiell von jedem Kind erlernen. „Schmerzfrei-ehrgeizig“ zu sein, sporne an, auch mit Rückschlägen fertig zu werden, was Erfolgserlebnisse nur umso intensiver mache, so der Chefcoach des Workshops.

Die zuständige Amtsleiterin Monika Lange, innogy-Kommunalmanager Frithjof Gerstner und Gregor Küpper für die Gemeinde gaben gestern den Startschuss für den Workshop. „Ich freue mich, dass diese Aktion in Rommerskirchen so gut ankommt und damit die begeisterten Kids dran bleiben können, dürfen sie ein eigenes Skateboard und ein T-Shirt mit nach Hause nehmen“, sagte Frithjof Gerstner. „Es ist klasse, zu beobachten, wie schnell die Kids Fortschritte machen und mit welcher Leidenschaft sie dabei sind“, meinte Gregor Küpper.

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