Sitzungen von Rut-Wieß-Karneval in Rommerskirchen: Gillbach toppt Köln

Karneval in Rommerskirchen : Rut-Wieß-Karneval - Gillbach toppt Kölle

Die Rommerskirchener Karnevalsgesellschaft hat eine erfolgreiche Sitzungswoche mit mehr als 3000 Besuchern hinter sich. Rut-Wieß sieht jetzt entspannt dem Straßenkarneval entgegen.

 Vier Frauen-, eine Herrensitzung und noch ein närrisches Spektakel für Kinder: Hinter der Karnevalsgesellschaft (KG) Rut-Wieß Rommerskirchen liegt die härteste Woche des Jahres. Deren Verlauf freilich „gibt uns die Motivation fürs ganze Jahr“, sagt Rut-Wieß-Präsident Jürgen Lorenz. 3200 Besucher(innen) sorgten für ein jeweils ausverkauftes Haus.

Zwei Tage lang  waren die Karnevalisten mit bis zu 20 Helfern im Einsatz, um die Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg wieder in den „Gillbach-Gürzenich“ zu verwandeln. In dem geben sich seit Jahrzehnten die Spitzenkräfte des Kölner Karnevals das Mikrophon in die Hand: Von Brings, Cat Ballou, den Klüngelköpp oder den Köbesse bis hin zu Guido Cantz, Fritz Schopps, Bernd Stelter und Volker Weininger in seiner Paraderolle als „Präsident“ sorgten bei den jeweils gut fünf Stunden dauernden Sitzungen für Hochstimmung.

„Gillbach toppt Kölle“, lautete nach der letzten der vier Frauensitzungen das enthusiastische  Fazit von Sitzungspräsidentin Margret Velder. „Alles lief rund – schöner kann es nicht sein“, beschrieb sie die Reaktion der ausgelassen feiernden „jecke Wiever“ auf „ein Super-Programm.“  Vor allem das Publikum sei immer wieder „genial“, sagt die langjährige Sitzungspräsidentin, die lediglich in einer Halbzeit pausierte und sich von Hedi Glöckner vertreten ließ. Ebenso sieht es Jürgen Lorenz: „Die Frauen warten richtig auf diesen Tag, sie reißen uns fast die Hütte ab.“

Bei dem Spektakel kamen natürlich auch die heimischen Kräfte zum Zuge: So begrüßten auch Henry Kocks und Anastasia Possegga als amtierendes Kinderprinzenpaar von Rut-Wieß das Publikum, während auch die „hauseigenen“ Tanzgruppen mit ihren Auftritten überzeugen konnten. Lorenz’ Lob gilt allerdings nicht zuletzt auch Rur-Wieß-Wirt Jörg Eichas und seinem Team sowie dem Catering-Service von Dennis und Verena Beifen.

Nicht allein Margret Velder und Jürgen Lorenz sind auch erleichtert über die rundum gelungene Sitzungswoche, könnten doch jetzt auch die Vorstandsmitglieder und die ehrenamtlichen Helfer unbeschwert Karneval feiern. Dessen Höhepunkt wird aus Rut-Wieß-Sicht der große Umzug am Karnevalssonntag, 23. Februar sein, nachdem Prinz Henry I. und Prinzessin Anastasia I. an Weiberfastnacht gemeinsam mit dem Ansteler Frauen-Dreigestirn die Schlüsselgewalt im Rathaus erkämpft haben werden. Auch diesmal ist wieder mit über 40 Wagen und Fußgruppen zu rechnen, was den Umzug zu einem der größten in der Region macht.

Endgültig gelöst sind auch die zeitweise existenzbedrohend scheinenden Probleme, die die KG seit 2013 mit dem Finanzamt hatte. „Wir schreiben wieder schwarze Zahlen“, was Jürgen Lorenz zufolge bereits seit 2019 gilt. Die Möglichkeit, künftig den noch freien Montag der Sitzungswoche mit einer fünften „Mädchensitzung“ zu belegen, will die KG Lorenz zufolge allerdings nicht nutzen: „Das können wir unseren Mitgliedern wegen des ohnehin schon großen Arbeitsaufwands nicht zumuten, auch wenn es von der Publikumsresonanz her möglich wäre.“