Rommerskirchen: Service-Station für Fahrräder

Rommerskirchen : Service-Station für Fahrräder

Nicht nur mehr Sicherheit für geparkte Fahrräder, sondern auch Reparaturen bietet die neue Fahrrad-Service-Station. Der ADFC will am Standort Bahnhof auch einen Schlauchautomaten aufstellen.

Am Montag machen sich Bürgermeister Albert Glöckner, Rathaussprecher Elmar Gasten und Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert gemeinsam mit Norbert Wrobel, dem Fahrradbeauftragten der Gemeinde, auf den Weg nach Düsseldorf.

Der Landeswirtschafts- und Verkehrsminister Harry Voigtsberger wird der Rommerskirchener Delegation dort eine Urkunde überreichen: Den 2004 erstmals erlangten Status "fahrradfreundliche Gemeinde" hat Rommerskirchen erfolgreich erhalten können und wird nun für sieben weitere Jahre als solche zertifiziert. Jüngster Mosaikstein, der in den vergangenen Jahren zugunsten von Radlern initiierten Maßnahmen ist die neue Fahrrad-Service-Station am Eckumer Bahnhof, die ab sofort geöffnet ist.

Die neue Fahrrad-Service-Station soll das Startprojekt für die geplante Umgestaltung des Bahnhofsgeländes sein. Betrieben wird sie vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), der durch die Station nun auch über ein eigenes Büro verfügt. Präsent sein wird dort ADFC-Vorsitzender Norbert Wrobel.

Er bietet ehrenamtlich Fahrrad-Reparaturen aller Art an. Besonders effektiv will der ADFC bei Plattfüßen helfen können. So soll im nächsten Jahr ein Automat für Fahrradschläuche aufgestellt werden, "so dass bei der häufigsten Pannenvariante schon einmal schnell geholfen werden kann", wie Wrobel sagt. Damit es diesen 24-Stunden-Service aber auch tatsächlich geben kann, sucht der ADFC jedoch noch nach Sponsoren: die Partei Bündnis 90/Die Grünen hat für den Schlauchautomaten bereits gespendet.

An der Service-Station sollen auch die Fundräder der Gemeinde Rommerskirchen verkauft werden, die Norbert Wrobel zuvor wieder in Ordnung bringt. Etwa 60 Räder besitzt die Gemeinde derzeit. Diese werden ein Jahr aufbewahrt und wenn sich dann kein Eigentümer meldet, werden sie künftig in der Service-Station verkauft. Die ersten 15 sind bereits vor Ort.

Ein Geschäft macht der ADFC mit Verkäufen und Reparaturen nicht: "Der Erlös aus den Reparaturen kommt einem gemeinnützigen Zweck zugute", betont Bürgermeister Glöckner.

In Zukunft sollen sich am Bahnhof die Räder tummeln, statt der Grabsteine, die Steinmetz Rolf Dunkel dort ausgestellt hatte. Im nächsten Jahr wird die Anzahl der Radständer am Bahnhof auf insgesamt 160 erhöht. 120 von ihnen sollen vergittert, beziehungsweise abschließbar sein. Glöckner sieht darin eine "sinnvolle und gute Ergänzung des bisherigen Angebots für Radler".

(NGZ)
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