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Rommerskirchen: Seniorenwohnungen geplant

Rommerskirchen : Seniorenwohnungen geplant

Die Caritas sucht nach einem Investor, der unweit des St. Elisabeth-Hauses bis zu 40 Seniorenwohnungen errichter. Gespräche mit der Gemeinde gibt es bereits. Ginge es nach der Caritas, könnte der Startschuss sofort fallen.

Seit fast fünf Jahren gibt es das Caritas-Seniorenhaus St. Elisabeth. Und demnächst wird sich zum zehnten Mal der Tag jähren, an dem der Rat der Caritas den Zuschlag gegenüber gab dem zunächst favorisierten Mitbewerber, einer Tochter des Pharmaunternehmens Fresenius.

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz, doch die Caritas mag es dabei nicht bewenden lassen: Am Rande einer Ausstellungseröffnung anlässlich der Alzheimer-Woche richtete Hans-Werner Reisdorf den Blick bereits in die Zukunft: "Wir haben Interesse an einem benachbarten Grundstück", erklärte der Geschäftsführer der Caritas-Seniorendienste. Dort soll ein Investor Seniorenwohnungen errichten — "möglichst bis zu 40", wie Hans-Werner Reisdorf sagt. Schon bei der Wahl des Grundstücks für das Seniorenheim habe dieser Gedanke für die Caritas eine Rolle gespielt: "Wir betreiben im Rhein-Kreis sieben Altenheime und überall befinden sich nebenan auch Seniorenwohnungen", so Reisdorf. Die Grundidee beschreibt der Caritas-Vertreter wie folgt: "Die Bewohner sollen so lange wie möglich dort autark leben können." Schrittweise könne das benachbarte Seniorenheim ihnen bei Bedarf Hilfe leisten, ohne dass gleich ein Umzug nötig sei — der, wenn er unumgänglich werden sollte, leicht erfolgen kann.

Gespräche mit der Gemeinde wurden bereits geführt. "Es gibt auch schon Interessenten", erzählt der Chef der Caritas-Seniorendienste. Innerhalb welchen Zeitraums sich ein solches Projekt verwirklichen ließe, vermag er aktuell nicht zu sagen. Gleichwohl lässt Hans-Werner Reisdorf keinen Zweifel daran, dass es aus der Sicht der Caritas zügig losgehen könnte. "Wir wünschen uns, dass die Suche nach einem Investor, der Seniorenwohnungen bauen möchte, möglichst bald erfolgreich ist."

Wobei "möglichst bald" wörtlich zu verstehen ist: Meldete sich schon kommende Woche ein Investor, könnten laut Reisdorf umgehend Nägel mit Köpfen gemacht werden. Mit dem Diskussionsstand vertraute Mitarbeiter des Baudezernats waren laut Rathaussprecher Elmar Gasten gestern nicht mehr erreichbar.

Was den Status des St. Elisabeth-Hauses angeht, sieht Reisdorf das Ziel erreicht: "Es war von Beginn an unsere Absicht, ja unsere Pflicht, das Haus zu öffnen und voll in die Gemeinde zu integrieren. Man kann sagen, dass wir angekommen sind." Ein Beispiel hierfür bietet die noch bis 2. Oktober laufende Ausstellung "DaSein-Ein neuer Blick auf die Pflege", für die Dirk Fetten, Präsident des Bürgervereins, die Schirmherrschaft übernommen hat.

(NGZ)