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Schulen in Rommerskirchen rüsten sich für den Neustart

Bildung in Rommerskirchen : Schulen rüsten sich für den Neustart

Die Viertklässler sollen am Donnerstag als erste in die Klassenräume zurückkehren. „Für den großen Einsatz der Schulen bedanke ich mich bei allen Beteiligten“, sagt Bürgermeister Martin Mertens.

Die ersten Pläne der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Viertklässler am 4. Mai wieder in die Klassenräume zurückzuholen, waren dann wohl doch zu ambitioniert. Aber auch die Vorgabe, die Grundschulen bis kommenden Donnerstag, 7. Mai, so vorzubereiten, dass trotz der Corona-Pandemie ein gefahrloser Unterricht möglich ist, bedeutet auch in Rommerskirchen einen Kraftakt für Lehrerkollegien, Verwaltungsmitarbeiter und alle anderen, die in den Kommunen an der Umsetzung beteiligt sind.

Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens und Schuldezernent Elmar Gasten, die sich selbst ein Bild von den Vorbereitungen gemacht haben, loben das Engagement der Beschäftigten. Es sei „enorm, was die Schulen in diesen Tagen leisten“, sagt Gasten. Und dies unter durchaus schwierigen Rahmenbedingungen und unter hohem Zeitdruck, damit die Vorgaben der Politik pünktlich erfüllt werden können. Als Schulträger habe die Gemeinde die Schulen nach Kräften unterstützt, um vor allem die neuen Hygienebestimmungen einhalten zu können. Alle drei Rommerskirchener Schulleiterinnen hätten sich für die gute Kooperation bedankt.

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In der Gemeinde sollen am Donnerstag rund 120 Jungen und Mädchen aus den vierten Klassen der Gillbachschule, der Schule Frixheim und der Kastanienschule in Hoeningen in ihre Räume zurückkehren. Was genau auf sie zukommt, sprich: In welcher Form unterrichtet wird, dürfte sich erst kurzfristig herauskristallisieren. Klar ist aber, dass Sicherheit höchste Priorität haben wird. In den drei Grundschulen gilt Maskenpflicht, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. „Die Kinder, die mit dem Bus kommen, müssen im Bus eine Maske tragen“, erläutert Gasten. Die Klassenzimmer wurden zwischenzeitlich alle so eingerichtet, dass der gebotene Abstand im Unterricht gegeben ist. „Daher ist das Tragen einer Maske während des Unterrichts nicht erforderlich“, stellt der Dezernent klar.

Die Gemeinde hofft zwar, dass möglichst viele Kinder eine eigene Maske von zu Hause mitbringen, hat aber vorsichtshalber vorgebaut. „Wir haben zunächst für jedes Kind zwei Masken besorgt, insgesamt also 240“, berichtet Bürgermeister Martin Mertens. Darüber hinaus gebe es noch etliche Exemplare in Reserve. Die Beschäftigten in der Offenen Ganztagsschule haben fleißig genäht und einen beachtlichen Teil beigetragen.

Die Schulbusse sollen ab Montag wieder nach Plan fahren. Mit Überfüllung rechnet Gasten nicht, da ja zunächst nur die Viertklässler zur Schule müssen und von diesen auch nur ein Teil mit dem Bus kommt. In den Schulen selbst sind Hygienepläne angepasst worden, Klassenräume wurden neu möbliert, um das Abstandsgebot einzuhalten. Sichergestellt wird, das jedes Kind an seinem Tisch alleine sitzen kann. Wenn die Klassenstärke zu groß ist, werden die Klassen geteilt. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Schüler möglichst nur von Lehrern unterrichtet werden, die sie kennen.

„Den Schulen, aber auch den Kommunen als Schulträger, wird momentan organisatorisch viel abverlangt. Täglich gibt es neue Informationen, die in Windeseile umgesetzt werden müssen“, so Martin Mertens.

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