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Rommerskirchen: Schnelles Internet noch 2011

Rommerskirchen : Schnelles Internet noch 2011

Im Frühjahr könnten die Arbeiten zur Verbesserung der Breitbandversorgung beginnen. Die Gemeinde rechnet damit, dass die Bezirksregierung wie geplant den 145 000 Euro-Zuschuss bewilligt.

Gute Nachrichten für das "Tal der Ahnungslosen", also die Ortschaften am Gillbach, in denen es um die Internetversorgung besonders schlecht bestellt ist. Denn dies könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Vergangenen Sommer hatte die Gemeinde ein Auswahlverfahren gestartet, an dem sich diverse Anbieter beteiligt hatten. Den Zuschlag erhielt schließlich die Telekom.

Diese Woche ist bei Bernd Sauer als federführendem Dezernenten für das Projekt ein Bescheid der Bezirksregierung eingegangen, der prinzipiell grünes Licht gibt: "Es ist noch kein Bewilligungsbescheid, vielmehr gibt er uns nur die Möglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns", erläutert Sauer. Dass die Bezirksregierung den Zuschuss in Höhe von rund 145 000 Euro noch nicht bewilligt habe, hat offenbar haushaltstechnische Gründe. Bernd Sauer hat aber keinen Zweifel, dass der Zuschuss bewilligt wird – aller Voraussicht nach dürfte es im Februar soweit sein. "Wir können die Zeit für Gespräche mit der Telekom nutzen und den Vertrag vorbereiten", verweist Sauer auf den nächsten Schritt.

Wann mit dem ersehnten Ausbau des Breitbandnetzes konkret begonnen wird? "Ich hoffe, dass es im Frühjahr losgehen kann"", so Sauer. Womöglich könnten die Arbeiten im Sommer abgeschlossen sein. Für eine verbindliche Prognose ist es noch zu früh. Erleichtert werden die Arbeiten in jedem Fall dadurch, dass RWE im Zuge seiner Netzwerkoptimierung zahlreiche Leerrohre verlegt hat, die von der Telekom genutzt werden können.

Die Gemeinde wird sich an den Kosten mit zehn Prozent beteiligen, so dass sie sich unter dem Strich auf rund 158 000 Euro belaufen werden. Wirksam verbessert werden soll die Situation im nur teilweise "breitbandversorgten" Oekoven sowie in Deelen, Ückinghoven, Widdeshoven und Evinghoven. In mehr als 300 Haushalten liegt die aktuelle Unterversorgung bei weniger als einem Megabit pro Sekunde. Noch vergrößert hat sich das Kundenpotenzial, nachdem eine Förderrichtlinie den Grenzwert für eine Unterversorgung auf zwei Megabits pro Sekunde erhöht hat.

Grenzwert für Unterversorung

Schon seit Jahren versuchen Bürger, Politik und Verwaltung diesen Zustand zu ändern. Bei einer Info-Veranstaltung im Sommer 2006 hatte Telekom-Vertreter Gregor Theißen den Bürgern wenig Hoffnung gemacht, dass sich die Situation in absehbarer Zeit ändern könne. Die Verlegung von Breitbandkabeln rechne sich nicht, hieß es damals. Angesichts der nun in Aussicht stehenden Landesförderung ein hinfälliges Argument.

(NGZ)