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Rommerskirchen: Schnelles Internet ab Mai

Rommerskirchen : Schnelles Internet ab Mai

Anfang Oktober beginnt die Telekom mit den Tiefbauarbeiten für die Verkabelung der in Sachen Internet unterversorgten Teile der Gemeinde. Spätestens ab Mai soll das schnelle Netz verfügbar sein.

Das von seinen Bewohnern spöttisch selbst so benannte "Tal der Ahnungslosen" wird ins 21. Jahrhundert katapultiert. Die bislang in dieser Hinsicht notorisch unterversorgten Teile der Gemeinde werden in absehbarer Zeit einen schnelleren Internet-Zugang erhalten. "Bis spätestens 31. Mai 2012 muss die Telekom fertig sein", berichtet Dezernent Bernd Sauer, der sich bei der Gemeindeverwaltung seit mehreren Jahren mit dem Thema DSL beschäftigt.

Der seit langem erwartete Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf ist inzwischen im Rathaus eingetroffen: 143 000 Euro kommen aus einem Programm des Landes NRW für Gegenden mit schlechter Internetausstattung. Dies sind 90 Prozent der Gesamtkosten, den Rest übernimmt die Gemeinde. Ohne das Landesprogramm wäre aus dem Projekt nichts geworden.

Schwierigkeiten um den Landeshaushalt waren es, die das Vorhaben verzögert haben. Rommerskirchen war in dem Verfahren früh gestartet, stand in der Prioritätenliste ganz oben und hatte eigentlich bereits zum Jahresende 2010 auf die Zuwendung gehofft. Anfang des Jahres erteilte die Bezirksregierung dann die Genehmigung für den so genannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn — gerade noch rechtzeitig.

"Wäre der Bescheid später gekommen, hätten wir in die EU-weite Ausschreibung gemusst", sagt Bernd Sauer. Das hier noch wesentlich komplexere Verfahren hätte den Start der Arbeiten nach seiner Einschätzung mindestens um ein weiteres Jahr verzögert. Die sollen jetzt Anfang Oktober beginnen: Die Telekom, die bei der von der Gemeinde initiierten Ausschreibung Ende 2010 den Zuschlag erhielt, wird dann mit der Bestellung des nötigen Materials sowie den Tiefbauarbeiten beginnen.

Dies muss Sauer zufolge jedoch "nicht unbedingt heißen, dass sie größere Löcher machen, sondern vorhandene Lehrrohre nutzen." Nach den Worten des Dezernenten war der von den Bürgern artikulierte Unmut ein wesentlicher Faktor dafür, dass sich die Dinge zum Besseren gewendet haben.

Die von der Gemeinde 2009 initiierte Umfrage in den unterversorgten Regionen war keineswegs eine bloße Gelegenheit zum Dampfablassen. Vielmehr war sie laut Sauer ein wichtiger Teil des Zuwendungsverfahrens und bildete "die Basis dafür, dass wir sagen konnten, da ist eine Unterversorgung."

94,5 Prozent der Haushalte und 95,3 Prozent der in diesem Bereich ansässigen Betriebe beantworteten die Frage, ob ihnen die derzeitige Versorgung ausreiche, mit einem Nein. Ihre Bereitschaft, den Anbieter zu wechseln, haben 90 Prozent der Befragten bekundet.

(NGZ)