Rommerskirchen: RWE investiert eine Million

Rommerskirchen: RWE investiert eine Million

Der Strombedarf in der Gemeinde Rommerskirchen steigt und verändert sich: Die Umspannanlage Anstel wird deshalb bei laufendem Betrieb den Erfordernissen angepasst.

Die Investitionssumme ist gewaltig: mehr als eine Million Euro. Ein Betrag, mit dem RWE derzeit die Umspannanlage in Anstel modernisiert. Dort pulsiert gewissermaßen das elektrische Herz Rommerskirchens, von dort aus wird die Stromversorgung der einzelnen Ortschaften in der Gemeinde gewährleistet.

Johannes Stürmer, Leiter des RWE-Regionalzentrums Neuss, erläutert die Notwendigkeit der Maßnahmen: "Der Bedarf steigt und verändert sich." Zwei Beispiele: Einerseits siedelt sich im Bereich Rommerskirchen immer mehr Gewerbe an, andererseits erfolgen nicht zuletzt auf landwirtschaftlichen Betrieben große Investitionen, Stichwort "Kühlhäuser". Diesem Wandel muss die Stromversorgung folgen.

In Anstel wird eine neue 10 000-Volt-Schaltanlage errichtet. In einem ersten Bauabschnitt war schon bis Ende vergangenen Jahres die 100 000-Volt-Schaltanlage erneuert worden. Und all das bei laufendem Betrieb, wie Stürmer betont.

Ein ständiger Mitarbeiter hält sich auf der Umspannanlage Anstel übrigens nicht auf. Die Zeiten des "Schaltwärters" sind lange vorbei. "Fernautomatisch" lautet das Stichwort, nach dem die Funktionsfähigkeit der Anlage geregelt wird.

Für die Gemeinde Rommerskirchen hat RWE eine so genannte Zielnetzplanung erarbeitet: ein Plan voller Linien, auf dem schon auf den ersten Blick ersichtlich ist, wie komplex das System des Stromkreislaufs — denn ein solcher ist es wirklich — ist. Zu den baulichen Maßnahmen des Energieversorgers gehört in diesem Zusammenhang der Rückbau des Mittelspannungs-Freileitungsnetzes. Gab es vor wenigen Jahren noch rund 21 Kilometer, schlägt auch für den letzten Kilometer bald das letzte Stündchen. Zur Optimierung des Netzes wandert alles ins Erdreich. Die dort nun verlaufenden Kabeltrassen begleiten auf etlichen Kilometern auch Leerrohre der Telekom: Dabei handelt es sich um Vorarbeiten für die Verlegung von DSL.

Insgesamt investiert RWE Rhein-Ruhr-Netzservice in sein Stromnetz im Bereich des Regionalzentrums Neuss in diesem Jahr rund 43 Millionen Euro. Das Unternehmen gehört zur RWE Rheinland Westfalen Netz AG, der Verteilnetz- und Beteiligungsgesellschaft im RWE-Konzern. Mit 2500 Mitarbeitern ist der Netzservice einer der größten privaten Anbieter für Netztechnik und Netzdienstleistungen in Deutschland und Europa. Der Zuständigkeitsbereich reicht vom Niederrhein bis zu Nahe und Mosel, Betreut werden 91 000 Kilometer Stromnetz, 5300 Kilometer Gasnetz und 1560 Kilometer Wassernetz.

(NGZ)