1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Rut-Wieß-Programm begeistert

Rommerskirchen : Rut-Wieß-Programm begeistert

Die Karnevalisten von Rut-Wieß starteten erstmals mit einem Präsentationsabend des "Klubs Kölner Karnevalisten" in die am 11. 11. offiziell beginnende Session. Die Besucher im Gillbach-Gürzenich waren vom Programm begeistert.

Jeck ging es bei der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" jetzt schon einen Monat vor Eröffnung der neuen Session zu. Anstelle der Prunksitzung starteten die Jecken jetzt erstmals mit einem Präsentationsabend des "Klubs Kölner Karnevalisten" (KKK). Schon dessen Besetzung ließ wenige Unterschiede zu einer richtigen Sitzung erkennen: Karnevalsgrößen wie Marie-Luise Nikuta, Klaus & Willi, die "Hellige Knäächte un Mägde" sorgten für einen gelungenen Abend in der wieder zum "Gillbach-Gürzenich" mutierten Mehrzweckhalle. Die sei ja geradezu das "Wohnzimmer" der "Rabaue", befand KKK-Chef Robert Greven, der als Moderator durch das Programm führte. Nachdem die Kultband inzwischen ihre erste Clubtournee abgeschlossen hat, trumpfte sie nicht allein auf der Bühne auf: Peter "Funny" van den Brock, örtlicher Statthalter der "Rabaue" ist Stellvertreter von Robert Greven im KKK und hatte als solcher maßgeblich an der Vorbereitung des Abends mitgestrickt. Unversehens schneiten bei der von KKK-Juroren bewerteten Präsentation die "Räuber" ins Haus: Für Karl-Heinz Brand und seine Truppe war ein Open-Air-Auftritt in Neuss dem Regen zum Opfer gefallen und so entschied sich die Band kurzerhand für den Abstecher zu den "Rut-Wießen". Denen machte auch Willi Wilden von den "3 Colonias" seine Aufwartung: Nicht nur, dass Wilden schon oft hier aufgetreten ist: Im März hatte er maßgeblich das Benefizkonzert für den Reiterhof Lesemann in Knechtsteden organisiert. Einen beachtlichen Auftritt legten die "Flotten Gillbach Müüs", die hauseigene Tanzgruppe der rut-wießen Jecken, aufs Parkett. Martin Schopps, "verheiratet, Lehrer und Mitglied des 1. FC Köln" zeigte sich als vom Schicksal mehrfach Geschlagener.

Josef Wolter, Altbürgermeister und einst selbst auf der Bühne aktiver "Rut-Wieß"-Ehrensenator, hatte der an tänzerischer Akrobatik nichts zu wünschende Auftritt der "Hellige Knäächte un Mägde" am besten gefallen. Andere Besucher mochten andere Präferenzen setzen, doch bestand Einigkeit über das qualitativ hochstehende Angebot. "Wir waren selbst überrascht, wie gut es angekommen ist. Wir haben sogar schon Bestellungen für das nächste Jahr, falls es die Veranstaltung noch einmal geben sollte", sagt "Rut-Wieß"-Chef Jürgen Schulz. Wobei seine Einschränkung auf den Wermutstropfen verweist: Mit nicht ganz 400 Besuchern ließ die Resonanz deutlich zu wünschen übrig. Oktober sei womöglich vielen zu früh für den Karneval, spekuliert Jürgen Schulz über die Ursache. Über den Start in die nächste Session werden die Jecken wohl Anfang 2013 entscheiden.

(NGZ)