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Runder Tisch im Rathaus befasst sich mit Verkehr am Heimchesweg.

Konflikt zwischen Anwohnern und Bauern : Heimchesweg: Lösung in Sicht

Das „Krisengespräch“ von Bauern und Anwohnern hat Lösungen im Konflikt von Anwohnern und Landwirten aufgezeigt. Eine Lösung könnte ein neuer Weg über den Eckumer Berg sein, um den Heimchesweg zu entlasten.

Nach dem „Krisengipfel“ zum Heimchesweg und seiner neuen Rolle als exklusiver Zufahrt zu den benachbarten Ackerflächen, war Josef Weyrauch eigentlich verhalten optimistisch, wie er selbst einräumt. Kaum zu Hause angekommen, war es bei ihm allerdings auch mit der guten Laune vorbei: Zwei mit Gülle beladene Lastwagen passierten nebeneinander den Heimchesweg. Was unweigerlich dazu führte, dass einer von ihnen den Bürgersteig passierte. Dies hatte Weyrauch in den vergangenen Monaten ein ums andere Mal in Rage gebracht und dämpfte im Nachhinein auch den tendenziell positiven Eindruck, den er von dem Gespräch gewonnen hatte, das er und sein Rechtsanwalt Axel Römmler sowie eine große Zahl von Anwohnern des Heimcheswegs im Rathaus geführt hatten.

Peter Herzogenrath, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft, vertrat die von der Problematik am Heimchesweg betroffenen Landwirte, während Rechtsamtsleiter Gregor Küpper das Gespräch moderierte. „Wir sind auf einem ganz guten Weg, ohne dass wir das Problem schon gelöst hätten“, fasste anschließend Herzogenrath seinen Eindruck zusammen.

Was die anstehende Rübensaison angeht, wird der schon seit geraumer Zeit diskutierte Wendehammer im Bereich des verlängerten Heimcheswegs realisiert werden, für den die betroffenen Landwirte Land zur Verfügung gestellt haben, wobei an der Finanzierung RWE Power beteiligt sein soll, wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war. Intensiv geprüft wird derzeit eine Art von Parkplatz am Standort Hermeshoven einzurichten, so dass Staubildungen auf dem Heimchesweg vermieden, beziehungsweise verringert werden können. Gleichfalls im Gespräch ist die Möglichkeit, den geplanten Wendehammer zu vergrößern, so dass dort ein weiterer Lastwagen Platz fände - wofür allerdings mehr Land von den Bauern nötig wäre. Auch „eine Parkbucht am rechten Wegesrand“ war Küpper zufolge ein Thema.

Die „Ideallösung“, soviel ist allen Beteiligten klar, wird es nicht geben: RWE Power wird die abgerissene Brücke nicht durch eine neue ersetzen. Realistisch ist dagegen eine alternative Zufahrt zu den Ackerflächen, die über den Eckumer Berg führen würde, wobei es sogar zwei Feldwege gäbe. Zurück ginge es dann über den Heimchesweg, wogegen auch Weyrauch keine Einwände hätte, der diese Lösung bevorzugt. „, sagt Gregor Küpper zufolge kommt diese Lösung „mittel- bis langfristig“ in Betracht. „Es geht darum, die Feldwege so zu ertüchtigen, dass schwere Erntemaschinen sie passieren können“, sagt Küpper. Es sei eine Kostenfrage, aber auch eine politische, da hier die Wirtschaftswegekommission ein wichtiges Wort mitzureden habe. Aus Sicht von Josef Weyrauch könnte diese Lösung deutlich schneller realisiert werden, indem der Weg geschottert werde.

Die Rübenkampagne soll demnächst beginnen. Der Abtransport von den Feldern startet Ende Oktober. Anfang September werden die Juristen Herzogenrath, Küpper und Römmler noch einmal den Sachstand erörtern.